Jazz trifft Harfe: Kirchengemeinde gestaltet einen Gottesdienst der ganz besonderen Art

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 Bernadette Vogt am Klavier und Markus Vogt am Alt- beziehungsweise Baritonsaxofon gaben Jazz zum Besten.
Bernadette Vogt am Klavier und Markus Vogt am Alt- beziehungsweise Baritonsaxofon gaben Jazz zum Besten. (Foto: Patricia Gragnato)

Einen „musikalischen Leckerbissengottesdienst“ hatte die evangelische Kirchengemeinde Bad Wurzach für den zweiten Weihnachtsfeiertag versprochen – und dieses Versprechen nicht nur erfüllt, sondern bei Weitem übertroffen.

Bei gedämpftem, stimmungsvollem Licht begann der Gottesdienst mit bekannten Weihnachtsliedern, von Christine Behringer brillant auf der Harfe gespielt. Himmlische Klänge erfüllten die Kirche und verzauberten die zahlreichen ökumenischen Gottesdienstbesucher. Es schlossen sich Lesungen durch Pfarrerin Barbara Vollmer an, die sich um die Themen Weihnachten und Menschwerdung drehten, wobei jeden Text eine passende getragene Jazz-Nummer krönte, dargeboten von Bernadette Vogt am Klavier und Markus Vogt am Alt- beziehungsweise Baritonsaxofon.

Texte stimmen nachdenklich

So kamen „The First Noel“, ein traditionelles englisches Weihnachtslied, „A Child Is Born“ von Thad Jones sowie „In Dulci Jubilo“ zu Gehör. Die Texte von Vollmer stimmten nachdenklich, aber machten auch Mut und gaben Hoffnung, wie beispielsweise Biografisches aus dem Leben des Flötisten und Komponisten Hans-Jürgen Hufeisen. Die Geschichte „Die Harfe oder Warum Gott Mensch wurde“, die Vollmer mit einem Augenzwinkern zu Behringer vortrug, zeigte, dass nur derjenige, der etwas erschaffen hat, es auch wieder in Ordnung bringen kann – so wie allein Gott (mit seiner Menschwerdung) den Menschen wieder aufrichten kann. Der letzte Text wiederum, ein irisches Weihnachtslied, wies darauf hin, wie groß die Aufgabe ist, die Botschaft von Weihnachten umzusetzen und mit Leben zu füllen.

Der ungewöhnliche Gottesdienst endete mit Harfenklängen, die die große Bandbreite dieses Instrumentes von ganz zarten bis hin zu sehr kraftvollen Tönen zeigten und die den Anwesenden tief unter die Haut gingen.

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