Im Oktober beginnen Arbeiten fürs Baugebiet

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Auf diesem Gelände am Gottesberg entsteht ein Baugebiet.
Auf diesem Gelände am Gottesberg entsteht ein Baugebiet. (Foto: Steffen Lang)
Redakteur Bad Wurzach

Die Arbeiten fürs neue Baugebiet Gottesberg II sollen im Oktober beginnen. Das sagte Stadtbaumeister Matthäus Rude am Montagabend im Ratsausschuss für Technik und Umwelt. Das Gremium vergab dafür Tiefbauarbeiten im Wert von rund 156 000 Euro.

Das Baugebiet Gottesberg II wird zwar nicht von der Stadt selbst, sondern von der Firma Fassnacht als Eigentümer der Grundstücke erschlossen. Doch einige vorbereitende oder begleitende Maßnahmen muss die Stadt finanzieren. Dass die Stadt diese Arbeiten vergibt und bezahlt, sei im Erschließungsvertrag mit dem Grundstückseigentümer geregelt, so Rude. Das ist zum einen das Verlegen von Breitband und Abwasserkanälen, zum anderen sind es Straßenbauarbeiten, die, so Rude auf Nachfrage, sowieso wegen des sanierungsbedürftigen Zustands nötig gewesen wären.

Den Auftrag für all diese Arbeiten erhielt die Firma Strabag aus Langenargen. Der Wertumfang beträgt 156 777 Euro. Für sogenannte Nebenkosten und Nebenarbeiten rechnet die Stadt mit weiteren Kosten in Höhe von rund 55 000 Euro.

Stadtrat Klaus Schütt (CDU) übte Kritik daran, dass die Kanal- und Breitbandleitungen quer durch das städtische Grundstück unterhalb des Baugebiets verlaufen, das derzeit als Parkplatz für den Friedhof genutzt wird: „Damit blockieren wir eine zukünftige Vermarktung dieses Grundstücks.“ Schütt stimmte aus diesem Grund gegen die Vergabe. Karl-Heinz Buschle (Freie Wähler) regte an, in diesem Zuge diesen Parkplatz „ordentlich herzurichten“.

Die Erschließungsarbeiten auf dem Gottesberg sollen im Oktober beginnen. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest, so Matthäus Rude. Man werde jedoch darauf hinwirken, dass die Zufahrt zum Friedhof beziehungsweise zu dessen Parkplätzen zu Allerheiligen möglich ist.

Im Zusammenhang mit der Vergabe kam die Frage auf, wie die Baugrundstücke am Ende vergeben werden. „Wir verkaufen die Grundstücke“, betonte Berthold Leupolz vom Liegenschaftsamt. Und dies werde, wie üblich, nach einer öffentlichen Informationsveranstaltung und einer Bewerbungsfrist „in einem transparenten und fairen Verfahren“ über ein Punktesystem geschehen. Seit dieses angewendet wird, sei es zu keinerlei Beschwerden gekommen, betonte Leupolz, der auch darauf hinwies, dass der Gemeinderat den Quadratmeterpreis für die Grundstücke festlegen werde.

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