„Ich möchte Glück weitergeben“

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 Vor den Augen der Besucher entsteht in Windeseile ein neues Exponat.
Vor den Augen der Besucher entsteht in Windeseile ein neues Exponat. (Foto: Hofer-Runst)
cho und Christine Hofer-Runst

Zahlreiche Besucher und ein musikalisches Rahmenprogramm haben die Vernissage von Maria Schad am Sonntag im Kapitelsaal von Maria Rosengarten begleitet. Viele Kursteilnehmer und Wegbegleiter folgten ihrer Einladung, um unter dem schlichten Titel „Aquarelle“ 29 ihrer Werke zu betrachten.

„Es ist ein wahrer Lichtblick an diesem trüben Tag“, begrüßte Alexandra Scherer die Besucher. Rosemarie Stäbler eröffnete die 230. Ausstellung und freute sich ganz besonders, dass eine Bad Wurzacher Künstlerin ihre Bilder präsentiert. Maria Schad selbst stellte sich vor, sie sei künstlerische Autodidaktin und von der Faszination des Wurzacher Riedes habe sie das Thema „nass in nass“ in ihre Kunst übertragen. Als Lehrerin und Mutter sei ihre Freizeit knapp gewesen, und die Technik des Aquarellmalens sei ihr dabei sehr entgegengekommen.

Die Kunst von Maria Schad wird meist mit Blumen in Verbindung gebracht. In kraftvollem Rot leuchten die Mohnblüten vom Papier, und zarter Flieder versprüht einen Hauch von Frühling. Im Kapitelsaal zeichnete die Künstlerin Blumen im Verlauf der Jahreszeiten nach. Vier Kinderbilder seien zudem Erinnerungen an ihre Internatszeit, und als Rentnerin hat sie ihren „Lebenslauf“ künstlerisch ausgedrückt. „Es sind meine Lebenslinien, mal war ich oben, und mal war ich unten. Der Stuhl steht dabei als Sinnbild für Halt. Die Frage ist, trägt er mich?“

Maria Schad hatte nicht nur ihren vielen Kursteilnehmerinnen Aktionskunst versprochen. Die Malutensilien lagen bereit, und ihr Ehemann, Peter Schad, stimmte eine musikalische Improvisation an, als sie zum Pinsel griff und mit dem letzten Ton des Liedes ein weiteres Exponat erschaffen hatte. In Anlehnung an das Titelmotiv ihrer Ausstellung entstand eine Rose, die sie Christiane Linge, der Leiterin der Stadtbücherei überreichte. „Gegen eine Buchspende dürfen Sie dieses Bild gerne veräußern.“

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