Gelebte Ökumene in Haidgau

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 An der Kanzel: Astrid Greshake.
An der Kanzel: Astrid Greshake. (Foto: Patricia Gragnato)
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Mehrmals im Jahr zieht die evangelische Kirchengemeinde Bad Wurzach zum Gottesdient in die Teilgemeinden und umliegenden Orte der Stadt und feiert „Gottesdienst im Land“. Laut Pressebericht hat sie zweierlei Gründe: Zum einen möchte sie ihren Gemeindegliedern, die nicht so mobil sind, entgegenkommen. Zum anderen lädt sie dabei stets auch alle Bewohner des jeweiligen Ortes ein, egal welcher Konfession. So geschehen am vergangenen Sonntag in Haidgau in der gut besuchten St. Nikolaus-Kirche.

Der Gottesdienst wurde von Prädikantin Astrid Greshake gehalten, einer Wahl-Haidgauerin. Die bezeichnete es als große Ehre, in dem Ort, in welchem sie und ihre Familie sich seit mehr als 20 Jahren zu Hause fühle, dies tun zu dürfen. In ihrer Predigt, die auf der Geschichte von der Heilung des Gelähmten basierte, rief sie die Gottesdienstbesucher auf, „auch immer wieder ein bisschen mutig zu sein. Wir können uns auf unseren Glauben verlassen. Und wir dürfen uns zu unserem Glauben bekennen“. Indirekt ging die Prädikantin in ihrer Ansprache auch auf die Ökumene ein. Äußerlichkeiten würden hier keine Rolle spielen. „Sondern es geht um die Frage, ob wir in unserem Leben das zum Ausdruck bringen, was Gott wichtig ist: Glaube, Vertrauen, Liebe, Barmherzigkeit, Vergebung“, so Greshake weiter.

Sie bedankte sich, auch im Namen von Pfarrerin Barbara Vollmer und der gesamten Kirchengemeinde, bei der Seelsorgeeinheit Bad Wurzach und allen von der Katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus für die Gastfreundschaft – allen voran bei Mesnerin Heidi Steinhauser, mit der sie schon immer einmal gemeinsam einen Gottesdienst habe abhalten wollen, nachdem sie viele Jahre gemeinsam den ökumenischen Kindergottesdienst durchgeführt haben. Ebenso richtete sie ihren Dank an Ulrike Weishaupt, die den Gottesdienst an der Orgel feierlich mitgestaltete.

Im Anschluss an den Gottesdienst, dessen Opfer in St. Nikolaus verblieb, lud die evangelische Kirchengemeinde zu einem Sektempfang ein. Hier fanden konfessionsübergreifend angeregte Gespräche statt, wie es vonseiten des Veranstalters abschließend heißt.

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