Friedensgebet mit internationalem Flair

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 Die Teilnehmer am Friedensgebet 2019 in Bad Wurzach.
Die Teilnehmer am Friedensgebet 2019 in Bad Wurzach. (Foto: Gragnato)
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Wie jeden ersten Sonntag im Monat fand auch am vergangenen Sonntag auf dem Klosterplatz in Bad Wurzach das Friedensgebet statt. Ins Leben gerufen wurde es von den vier christlichen Gemeinden der Stadt. Doch auch Vereine und andere Gruppierungen, die sich dem Frieden verschreiben haben, sind aufgerufen, die Veranstaltung zu gestalten.

So übernahm dieses Mal der Partnerschaftsverein diese Aufgabe – sieht er es doch als eine seiner wichtigsten Aufgaben, das friedliche und freundschaftliche Miteinander zu fördern. Nach der Begrüßung durch Rainer Reschetzki vonseiten des Initiatorenteams übernahm Diakon Berndt Rosenthal die Moderation der Veranstaltung. Nach seinen einleitenden, nachdenklich stimmenden Worten – wobei er auch leise Kritik daran übte, dass die junge Generation beim Friedengebet fehle – wurde es international.

Die Vorstände der vier Komitees des Partnerschaftsvereins trugen ihre Gebete in der jeweiligen Landessprache vor und brachten Beiträge aus den Partnerstädten. Rosenthal gab jeweils Informationen zu den einzelnen Orten.

Den Anfang machten Gisela Rothenhäusler und Wilma Weiss, die nach dem englischen Vaterunser das Friedensgebet von Franz von Assisi in Englisch und Deutsch sowie eine Friedenbotschaft aus St. Helier vortrugen. Für die Gemeinde Wallingford las Irmgard Netzer ein Friedengebet vor. Polnisch klang es, als Beata Gohm ein Gebet von Papst Johannes Paul II. vortrug und übersetzte. Ulrika Stützle und Norbert Fesseler brachten, ebenfalls für die Partnerstadt Popielów, ein Gebet von Alicia Hindriks vom Bistum Osnabrück vor. Für Luxeuil-les-Bains hatten Gundula Blattner und Ingrid Dewor ein Gebet von Sankt Columban ausgewählt, weil der Wandermönch die Beziehung zur französischen Partnerstadt symbolisieren könne. Die rund 80 Betenden hörten es auf Französisch und Deutsch. Danach erinnerte Jochen Martiny an die im Jahr 1996 in Algerien von Mudschahedin enthaupteten Trappisten-Mönche, die zwischen Christentum und Islam vermitteln wollten. Martiny warnte eindringlich davor, Islam und Islamismus einander gleichzusetzen.

Christine Silla-Kiefer überbrachte gegen Ende der Veranstaltung Gedanken von Pfarrerin Barbara Vollmer, die sich derzeit auf Konfirmanden-Freizeit in Luxeuil befindet. Nach dem gemeinsamen Vaterunser und dem Segen trotzten viele dem Regen und diskutierten noch länger auf dem Klosterplatz.

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