Frühlingsstimmung mit Blasmusik

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 Die gastgebende Musikkapelle Unterschwarzach mit Manfred Bachmor als musikalischer Leiter.
Die gastgebende Musikkapelle Unterschwarzach mit Manfred Bachmor als musikalischer Leiter. (Foto: Christine Hofer-Runst)
Christine Hofer-Runst

Gemeinsam mit dem Musikverein Treherz ist die Musikkapelle „Harmonie“ aus Unterschwarzach in den Frühling gestartet. In der vollbesetzten Turn- und Festhalle Unterschwarzach begrüßten die Vorsitzenden beider Vereine zahlreiche Gäste aus Kirche und Politik und allen voran Rudi Hämmerle, Vorsitzender des Blasmusikkreisverbandes Ravensburg, der an diesem Abend auch die Ehrungen, verdienter Musiker vornahm.

Emma Riemer, Dirigentin der Gastmusiker, wählte für den ersten Konzertteil, bekannte und eingängige Filmmusiken aus und eröffnete den Abend mit dem „Police Academy March“. Nach „Lenas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ ließen die Musiker in ihrem Medley von Henry Mancini, Klassiker wie „Paulchen Panther“ oder den „Baby Elephant Walk“ erklingen. Ein absolut berührender Höhepunkt im Spiel der Treherzer war das Stück „Song for Benni“, ein Wiegenlied von Kees Vlak, das er für den Sohn von seinem Freund Thomas Rundel komponierte. Es ist eine zu Herzen gehende Melodie, die Herbert Rodi am Flügelhorn hervorragend und äußerst gefühlvoll umsetzte. Die Musikapelle Treherz begleitete ihn dabei mit kurzen Flöten- und Klarinettensequenzen in sachtem Piano. Ein Potpourri aus „Mary Poppins“ und die Polka „Tubistenspaß“ mit den Solotubisten Wolfgang Geser und Hubert Hau vervollständigten den Auftritt der Treherzer Musikanten.

Nach der Pause begann der gastgebende Musikverein mit wahren Kanonenschlägen. Unter der musikalischen Leitung von Manfred Bachmor, interpretierten die Musiker die Seeschlacht bei Vigo. Kräftige Sequenzen der einzelnen Register und hervorragende Soli der Querflöte verkörperten die Spannung des Kampfes auf dem Meer.

Nach „Voyage Into The Blue“, das einen Flug durch die Nacht und den Sternenhimmel verdeutlichte und mit unglaublichen Elementen der Percussion untermauert wurde, ging die musikalische Reise auf die Kapverdischen Inseln. „Cabo Verde“ reflektierte das bunte Leben und die kulturelle Vielfalt der Inseln. Die musikalischen Impressionen beinhalteten wilde, afrikanische Rhythmen und klangen sanft mit Wind- und Meeresrauschen aus.

Der Musikverein „Harmonie“ präsentierte ein überaus abwechslungsreiches Programm, das mit Höchstschwierigkeiten gespickt war. Abrupte Tempiwechsel gelangen mühelos und fließend. Ein absoluter Höhepunkt im Verlauf des Abends war das Stück „The Great Locomotive Chase“, bei dem der Dirigent mit einer einzigen Handbewegung seine Musiker aus vollem Tutti in die absolute Stille führte. Schwungvoll und mit bestem Bigband-Sound endete der Abend mit einem „Best of“ von Glenn Miller.

Beide Musikkapellen lieferten eine großartige Leistung ab und wurden dafür von einem begeisterten Publikum mit anhaltendem Applaus belohnt.

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