Feuer und Flamme für den Anhängerbau

 Die Werkrealschüler bekommen einen Einblick in den Bad Wurzacher Betrieb.
Die Werkrealschüler bekommen einen Einblick in den Bad Wurzacher Betrieb. (Foto: Ariane Krüger)
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Sieben Siebtklässer waren auf Betriebserkundung bei der Sigg Fahrzeugbau GmbH in Bad Wurzach.

„Verdient man hier gut?“, ist die dringendste Frage an den Geschäftsführer Klaus-Peter Sigg. Ein verständnisvolles „Ja“ ist die Antwort, „…aber das ist bei Weitem nicht alles. Vor allem muss es Spaß machen.“ Und genau diesen Gedanken hat das Team der Sigg Fahrzeugbau bei der Gestaltung der Betriebsbesichtigung für die Schüler der Werkrealschule Bad Wurzach umgesetzt.

Beim Rundgang durch Fertigungshalle und Büroräume werden die Ausbildungsberufe Metallbauer*in Fachrichtung Nutzfahrzeugbau und Kauffrau/mann für Büromanagement vorgestellt. Um das Feuer für diese Berufe zu entfachen, gibt es Eindrücke für die Sinne.

An der ersten Station sprühen die Funken. Die Schüler sehen, wie ein Laser filigrane Formen aus einem Stück Stahlblech schneidet und linsen gespannt durch die Scheibe der Laseranlage. Der charakteristische Metallgeruch der Fertigungshalle wird vom scharfen Duft des Zitronenreinigers geschnitten. Die fertig geschnittenen Teile aus dem Laser werden schnell fettfrei gerieben und glänzen nun schön.

Nächster Halt: Kantmaschine. Die starken, wuchtigen Maschinen sind schon etwas respekteinflößend. Mit 160 bzw. 200 Tonnen Presskraft dürfen die Schüler und ihr Lehrer die zuvor erhaltenen Teile mit eigenen Händen kanten. „Das Blech bekommt so seine Stabilität“, erklärt Hermann Menig. Der Fertigungsleiter steht den Schülern Rede und Antwort. Und man muss genau hinhören, um ihn zu verstehen, denn in der Halle herrscht reger Betrieb – und damit einhergehend ein hoher Geräuschpegel.

Vorbei an den Schweißplätzen hin zur Rahmenmontage. Hier bekommen die Stiftehalter ihren letzten Schliff: Löcher bohren, Kanten feilen, Teile verschrauben und zu guter Letzt die Unterseite mit Aufklebern zum Schutz der Tischoberfläche versehen. Auch bei kleinen Projekten wird bei Sigg bis zum Ende gedacht.

Wer sorgt dafür, dass der Laser weiß, was er schneiden soll? Und wer sorgt dafür, dass die zwei Teile des Stiftehalters auch zueinander passen? Diese Vorarbeit leistet die Konstruktionsabteilung. Hier dürfen sie das 3D-Modell ihres Stiftehalters am PC begutachten und bekommen einen guten Eindruck vom theoretischen Teil der Anhänger-Herstellung.

Abschließend lernen die Schüler noch die Büroräume und verschiedenen Berufe der Verwaltung kennen. Sie haben nun einen Überblick darüber, was alles zu einem funktionierenden Betrieb gehört.

Am Ende der Betriebsbesichtigung halten die Jungs etwas in Händen, das sie selbst hergestellt haben – auch wenn es nur ein kleiner Stiftehalter ist.

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