Ferienkinder nähern sich spielerisch der Bibel

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Die Kinder hatten viel Spaß beim Ferienprogramm der Kirchengemeinden.
Die Kinder hatten viel Spaß beim Ferienprogramm der Kirchengemeinden. (Foto: Patricia Gragnato)

Die evangelische und katholische Kirchengemeinde haben am vergangenen Mittwoch und Donnerstag zum zweiten Mal Ferientage für Grundschulkinder angeboten, die analog zu den Kinderbibeltagen verliefen und die großen Zuspruch fanden. So kamen am ersten Tag zehn, am zweiten Tag 14 Kinder ins evangelische Gemeindehaus, um sich auf spielerische, kindgerechte Weise mit der Bibel auseinanderzusetzen.

Am Mittwoch stand das Gleichnis vom barmherzigen Samariter im Mittelpunkt des Geschehens, am Donnerstag das vom verlorenen Sohn. Nachdem die Kinder jeweils zu Beginn einen kleinen Zeichentrickfilm zu den Gleichnissen angeschaut hatten, vertiefte das erfahrene Team aus Bibliodramaleiterin Heidi Streubel, Pfarrerin Barbara Vollmer, Prädikantin Astrid Greshake und Birgit Herdrich das Gesehene und brachte durch gezielte Fragen die Kinder dazu, den Bezug zu ihrem Alltag zu erkennen.

Am ersten Tag machten alle – entsprechend verkleidet – eine gemeinsame Zeitreise in die Zeit Jesu und spielten das Gleichnis nach. Dabei hatten die Kinder nicht nur viel Spaß, ihnen wurde auch klar, wie wichtig das biblische Gebot der Nächstenliebe ist. Und dass „der Nächste“ jeder Mensch sein kann, der in eine konkrete Notlage geraten ist. Es wurde auch gesungen und gebastelt. Es entstanden ein Kreis aus Papierhänden, die liebevoll verziert und mit dem Satz „Liebe Deinen Nächsten“ beschriftet wurden, sowie Papierherzen, denen ein Gutschein mit guten Wünschen für einen Nächsten beigefügt wurden.

Am Donnerstag wurde der Film mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn ebenfalls kindgerecht aufgearbeitet. Da kamen dann schon mal Aussagen von den Kindern wie „da hat der Papa eine Party geschmissen“. Und auch die Eifersucht des älteren Bruders wurde nachvollziehbar, als Streubel fragte, wie sich die Kinder fühlen würden, wenn ein Geschwister zwei Kugeln Eis bekäme, man selbst aber nur eine. Und sie bekamen eine Ahnung von der großen Liebe Gottes, der jeden liebt, egal was er tut; wichtig ist nur, dass er zu Gott zurückkehrt.

Dann wurde gesungen, mit viel Gegiggel getanzt und gespielt – eine Art Mensch-ärgere-Dich-nicht. Dabei waren die Kinder selbst die Spielfiguren und trafen auf dem Weg zum Ziel auf Spielanweisungen, die in Zusammenhang mit dem Gleichnis standen, etwa „Dein Vater kommt Dir freudig entgegen – rücke vier Felder vor“. Passend zu der Wanderung des verlorenen Sohns wurden im Anschluss Wanderstöcke gebastelt, verziert und mit Stoffbeutelchen versehen, die einen Geldbeutel aus gefaltetem Papier enthielten.

Alles in allem war es ein Ferienprogramm, bei dem die Kinder nicht nur sichtlich viel Spaß hatten, sondern auch der Bibel ein Stückchen näher kamen.

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