Fabian Nadig: Vom Abräumer zum Torjäger

Lesedauer: 4 Min
 Fabian Nadig (re.) ist von Kißlegg zurück zum B-Kreisligisten SV Arnach gewechselt.
Fabian Nadig (re.) ist von Kißlegg zurück zum B-Kreisligisten SV Arnach gewechselt. (Foto: Josef Kopf)
Tobias Koch

Es war ihm eine Herzensangelegenheit, irgendwann mal wieder für seinen Heimatverein aufzulaufen. Zur neuen Saison war es soweit: Fabian Nadig ist zurück zum SV Arnach gewechselt.

Fünf Jahre lang hatte er zuvor für die SG Kißlegg gespielt. Durch den Wechsel hat sich für ihn viel verändert. Von der Landesliga ging es für ihn runter in die Kreisliga B – und auch die Position auf dem Feld hat sich für Nadig verändert. „Es war schon eine ziemliche Umstellung für mich“, sagt der 30-Jährige über die zurückliegenden Wochen.

Nadigs Bilanz in Kißlegg kann sich sehen lassen: 67 Spiele, zehn Tore und 20 Vorlagen in der Landesliga; 56 Spiele, 31 Tore und 18 Assists in der Bezirksliga lauten die nackten Zahlen. Wobei er keiner war, der sich vorwiegend an Offensivaktionen messen lassen musste. Denn in Kißlegg war Fabian Nadig als beinharter, defensiver Mittelfeldspieler bekannt.

Nadig gelangen schon vier Tore in drei Ligaspielen

Beim SV Arnach werden seine fußballerischen Fähigkeiten aber im Sturm gebraucht, so wurde er vom Abräumer zum Torjäger. „Das habe ich immer mal wieder gespielt“, sagt Nadig.

Und die Umstellung hat ihm ganz offensichtlich nicht geschadet. In der Kreisliga B steht er nach drei Spielen bei vier Treffern und einer Vorlage. In drei Pokalspielen steht er ebenfalls bei vier Treffern und einem Assist. Auch am Sonntag war er gegen den SV Amtzell erfolgreich. Zwar gab es für Nadig und seine Arnacher eine 2:5-Niederlage, doch traf er zum zwischenzeitlichen 2:1 für seine Mannschaft – im Stile eines echten Torjägers blieb er im Eins-gegen-Eins gegen den Keeper eiskalt und schob lässig ein.

Was gegen Amtzell zu sehen war: Auch Fairplay schreibt Fabian Nadig, trotz aller Raubeinigkeit, groß: Beim Spielstand von 1:1 kam er kurz nach der Mittellinie an den Ball, sprintete an zwei Verteidigern vorbei und kam im Strafraum zu Fall. Der Schiedsrichter entschied sofort auf Elfmeter. Nadig aber gab zu, dass es kein Foul und somit kein Elfmeter war. Der Schiedsrichter nahm seine Entscheidung daraufhin zurück.

Jetzt geht es im Bezirkspokal gegen den Ex-Verein

Ganz der Start nach Maß war es für den SV Arnach, trotz der vier Nadig-Tore, nicht. Nur drei Punkte stehen für den SV Arnach nach drei Spieltagen auf der Habenseite. Anders sieht es im Bezirkspokal aus, wo der SVA, auch dank zweier Treffer von Fabian Nadig, den Bezirksligisten aus Mochenwangen aus dem Wettbewerb warf. Im Achtelfinale wartet ein weiterer attraktiver Gegner: Nadigs Ex-Mannschaft aus Kißlegg.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen