Fördergelder für Pfarrhaussanierung in Eintürnen

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 Das Pfarrhaus in Eintürnenberg stammt aus dem 17. Jahrhundert; im Hintergrund die St.-Martin-Kirche.
Das Pfarrhaus in Eintürnenberg stammt aus dem 17. Jahrhundert; im Hintergrund die St.-Martin-Kirche. (Foto: Archiv: Steffen Lang)
Schwäbische Zeitung

Das Land Baden-Württemberg fördert die Inneninstandsetzung des Katholischen Pfarrhaus St. Martinus in Eintürnenberg mit 15 000 Euro. Das geben die Landtagsabgeordneten Petra Krebs (Grüne) und Raimund Haser (CDU) bekannt.

Insgesamt fließen laut ihrer Pressemitteilung insgesamt 446 340 Euro in diesem Jahr in fünf denkmalgeschützte Stätten im Wahlkreis Wangen. „Denkmale sind sichtbare Zeichen unserer Vergangenheit und Gegenwart zugleich. Ihr Schutz ist ein Ausdruck unserer Wertschätzung gegenüber unserer Kultur und Geschichte. Unter Grün-Schwarz stellen wir sicher, dass die Monumente langfristig in gutem Zustand erhalten bleiben", wird Petra Krebs zitiert.

„Mit dieser Vielfalt zählt das Land-Baden-Württemberg zu einem der kulturell und historisch reichsten Lebensräume Deutschlands. Dies zeigt: Es lohnt sich, die zahlreichen Bau- und Kunstwerke für die nächsten Generationen zu bewahren", sagt MdL Raimund Haser.

Konkret profitieren neben Eintürnenberg folgende Orte:

In Wangen werden für die Innen-und Außeninstandsetzung der Katholischen Stadtpfarrkirche 284 790 Euro zur Verfügung gestellt. Für die Instandsetzung der Dach- und Deckenkonstruktion der katholischen Kirche St. Leonhard in Gaisbeuren gibt es 49 850 Euro. Die Umsetzung verschiedener Renovierungsarbeiten an der katholischen Kirche St. Johannes und St. Mauritius in Amtzell wird mit 50 910 Euro bezuschusst. Für die Renovierung und Sanierung eines Nebengebäudes am Schloss Achberg werden insgesamt 45 790 Euro zur Verfügung gestellt. Landesweit stehen in diesem Jahr insgesamt 15,9 Millionen Euro für das Denkmalförderprogramm zur Verfügung. In der ersten Tranche wurden rund 5,3 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Summe der aktuellen zweiten Tranche beträgt 6,5 Millionen.

Generell unterstützt das Land alte Kirchen und Klöster, Burgruinen, historische Ortskerne oder Mühlen und alte Industrieanlagen durch staatliche Zuschüsse. Das Land erhält das Geld aus Erlösen der Staatlichen Toto-Lotto Baden-Württemberg.

Das Pfarrhaus in Eintürnenberg stammt aus dem 17. Jahrhundert. „Der Unterteil ist aber noch viel älter“, weiß Ortsvorsteher Berthold Leupolz. Das Vorgängergebäude ist 1645 abgebrannt – weil der Mesner heiße Kohle hat fallenlassen. Während der Sanierung entdeckten Arbeiter im Kellergewölbe einen Flusskieselboden, der vom hohen Alter der Anlage zeugt.

Die Innensanierung, der eine Außensanierung voranging, wird etwa 360 000 Euro kosten. Im ersten Stock soll eine Mietwohnung entstehen, im Erdgeschoss Büro, Besprechungszimmer und ein Zimmer mit Dusche für Martinuspilger. Außerdem soll das Gebäude dann einen Lagerraum für kirchliches Inventar bieten.

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