„Ein guter Tag für Seibranz“

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Hermann Müller (im Vordergrund) von der OSB Volksbank Immobilien GmbH begrüßt die zahlreichen Gäste des „Baufäschtles“.
Hermann Müller (im Vordergrund) von der OSB Volksbank Immobilien GmbH begrüßt die zahlreichen Gäste des „Baufäschtles“. (Foto: Steffen Lang)
Redakteur Bad Wurzach

Ab September kann in Seibranz gebaut werden. Das Ende der Erschließungsarbeiten im Baugebiet „Oberdorfstraße Erweiterung“ ist am Freitagnachmittag mit einem „Baufäschtle“ offiziell gefeiert worden.

„Das ist ein guter Tag für Seibranz und die ganze Stadt Bad Wurzach“, sagte dabei Bürgermeisterin Alexandra Scherer. „23 Bauplätze werden hier auf 1,7 Hektar entstehen, das sind 23 neue Häuser und damit Wohnraum für die Menschen.“ Und damit auch viele Kinder, die der Ortschaft gut tun.

Scherer erinnerte auch daran, dass die Stadt die Erschließungsarbeiten nutzte, um den Hochwasserschutz für Starkregen in der Ortschaft zu verbessern. „Davon profitiert Seibranz, aber auch das tiefer gelegene Gospoldshofen.“

Nach mehreren Jahren der Vorbereitung und Gespräche kam es am 19. Januar zum Notariatstermin wegen des Kaufs der Grundstücke durch die OSB Volksbank-Immobilien der Volksbank Allgäu-Oberschwaben.

Startschuss fiel im Frühjahr

Im Frühjahr 2018 fiel der Startschuss für die Bauarbeiten, deren Ende vertraglich auf Oktober festgelegt waren. „Wir haben aber schon damals versprochen, dass wir es bis zu den Handwerkerferien schaffen. Und dieses Versprechen haben wir eingehalten“, sagte am Freitag OSB-Projektleiter Hermann Müller stolz. „Die erste Familie wird im September anfangen zu bauen.“ Bis dahin werden die letzten Rest- und Nachbesserungsarbeiten der Erschließung erledigt sein.

Das neue Seibranzer Baugebiet sei „ein Beweis, was unsere Bank und die Stadt gemeinsam zu leisten in der Lage sind“, so Müller weiter und erinnerte auch daran, dass die Stadt „ein ganzes Netzwerk an Baugebieten im Gemeindegebiet geschaffen hat. Da werden wir sicherlich auch für sie einen Bauplatz finden“, so Müller schmunzelnd zu Alexandra Scherer, die absehbar an ihre neue Wirkungsstätte ziehen will.

Der OSB-Projektleiter dankte allen beteiligten Baufirmen für die hervorragende und zügige Arbeit. „In jedem Quadratmeter hier steckt viel Erfahrung drin.“ Müllers Dank ging auch an das Liegenschaftsamt der Stadt mit Berthold Leupolz an der Spitze sowie an Ortsvorsteher und die Ortschaftsräte, „die das Projekt kritisch, aber stets wohlwollend begleitet haben. So haben wir stets gemeinsam gute Lösungen für alle Fragen gefunden.“

Der Seibranzer Ortsvorsteher Thomas Wiest seinerseits freute sich besonders „dass es nach einem langen Prozess so gut geworden ist“. Er hoffe nun, dass das Baugebiet langsam voll werde. Wobei er die Betonung auf „langsam“ legte. Denn die Gemeinde hofft, dass das Baugebiet den Bedarf für mehrere Jahre abdecken wird.

1,7 Millionen Euro hat die OSB in das Seibranzer Projekt investiert. Mit der Planung beauftragt war das Arnacher Ingenieursbüro Fassnacht und Sieber. Den Bau führte die Firma Dobler aus.

Die Stadt Bad Wurzach gab gut eine Million Euro für den Hochwasserschutz aus. Dabei wurden zwei Rückhaltebecken für Niederschlags- und Hangwasser gebaut. Sie haben ein Fassungsvermögen von 155 beziehungsweise elf Kubikmeter. Von ihnen aus wird das Wasser dann kontrolliert über insgesamt 41 Meter lange Stauraumkanäle in das Abwassernetz abgeleitet. Diese Rohre liegen in 3,5 Meter Tiefe, haben einen Durchmesser von 2,2 Metern, jedes drei Meter lange Teilstück wiegt 3,5 Tonnen.

Neuer Straßenname

Die durch das Baugebiet entstandene neue Straße hat dieser Tage einen Namen erhalten. Sie heiße „Am Falkenstand“ gab Wiest am Rande der Feier bekannt.

Das „Baufäschtle“, an dem sich auch einige der künftigen Bauherrn beteiligten, endete mit einem gemütlichen Beisammen in der BBQ&More-Manufaktur.

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