Diese Start-up-Unternehmer machen Camperträume wahr

Lesedauer: 4 Min
Die Macher von Southwind und ihr Produkt: Andreas Gregg, Christian Gregg und Joachim Eislöffel in der Halle in Baierz (von links
Die Macher von Southwind und ihr Produkt: Andreas Gregg, Christian Gregg und Joachim Eislöffel in der Halle in Baierz (von links). (Foto: Ulrich Gresser)

Die beiden Brüder Andreas und Christian Gregg aus Bad Wurzach-Baierz haben zu Jahresbeginn das Unternehmen Southwind Vans als GmbH gegründet. Der Verkauf der umgebauten Wohnmobile findet in Füssen-Weißensee statt, die Produktion ist in Baierz bei Hauerz.

In der Halle in Baierz rüsten die Unternehmer mit viel Handarbeit ausschließlich Ford-Transit Custom Kastenwagen zu Wohnmobilen um, die aber auch nach dem Umbau mittels eines ausgeklügelten Schienensystems und vielen anderen „Alleinstellungsmerkmalen“ weiterhin alltagstauglich bleiben.

Schnell wird die Idee für eine Firma geboren

Andreas Gregg hat in Kempten BWL studiert, war danach einige Jahre Leiter der Finanzen des Roten Kreuzes im Bezirk Ostallgäu und lebt gemeinsam mit seiner Frau Sandra – die gebürtige Leutkircherin und in der jungen Firma fürs Marketing zuständig ist – in Nesselwang. Dort traf der begeisterte Camper vor zwei Jahren Joachim Eislöffel, der seit 35 Jahren Erfahrung beim Umbau von Wohnmobilen hat. Nachdem beim alten Camper von Gregg im Urlaub einige Dinge kaputt gegangen waren, brachte er ihn zu Eislöffel zur Reparatur.

Dabei stellten die beiden fest, dass der Bus damals zehn Jahre zuvor von Eislöffel ausgebaut worden war. Und weil Gregg gerade dabei war, unter seine Zeit beim Roten Kreuz einen Schlussstrich zu ziehen und Eislöffel jemanden „fürs Büro“ suchte, kam eins zum anderen. Schnell wurde die Idee für eine Firma geboren. Während Eislöffel seine langjährige Erfahrung einbrachte, Andreas Gregg Struktur und Konzept der Firma gestaltete, brauchte Southwind noch einen Produktionsleiter. Und so fragte Gregg kurzerhand seinen Bruder Christian.

Zwei Wohnmobile monatlich als Produktionsziel

Christian Gregg ist der (handwerkliche) Macher hinter dem Projekt. Nach Ausbildung und Meisterprüfung zum Industriemechanikermeister bei Sycotec in Leutkirch, ist er federführend für die technische Seite der Umrüstung des Fahrzeuges zuständig. Wichtigste Veränderungen betreffen das Dach, die Fenster und den Innenausbau, mit dem in Nullkommanichts aus einem komfortablen Bus eine heimelige „Wohnstatt“ wird. Mit zur Wohlfühlatmosphäre trägt auch die Wohnküche bei, die die Southwind-Macher bei einem Schreiner aus Hopferau nach den Kundenvorgaben anfertigen lassen.

Derzeit geben die beiden Greggs und ihr Partner als Produktionsziel an, dass zwei Wohnmobile monatlich die Halle in Baierz verlassen sollen, um mit ihren neuen Besitzern auf große Fahrt zu gehen.

Hersteller aus Augsburg liefert Schienensystem

Auf der f.re.e-Messe, Bayerns größte Reise- und Freizeitmesse, die vom 19. bis 23. Februar in München stattfand, stellten sie ihren Van vor und hatten auch schnell ihre ersten Aufträge in der Tasche. Das Konzept überzeugte die Messe- und Fachbesucher.

Natürlich kaufen die Southwind-Macher viele Komponenten zu. Das Schienensystem, mit dem der Raum im Van so individuell wie flexibel gestaltet werden kann, liefert ein Hersteller aus Augsburg.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen

Leser lesen gerade