Die Heimat der Heilig-Blutreliquie

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 Die Wallfahrtskirche (links) und das Klostergebäude auf dem Bad Wurzacher Gottesberg.
Die Wallfahrtskirche (links) und das Klostergebäude auf dem Bad Wurzacher Gottesberg. (Foto: Steffen Lang)
Schwäbische Zeitung

In einer unregelmäßig erscheinenden Serie stellt die „Schwäbische Zeitung“ die Stationen des überarbeiteten Historischen Stadtrundgangs in Bad Wurzach vor. Heute: der Gottesberg.

1509 erstmals erwähnt wurde ab 1709 auf dem Gottesberg die barocke Wallfahrtskirche Zum Heiligen Kreuz gebaut. Ihre Weihe war am 14. September 1710. 1763 folgten die Klostergebäude. Ein Jahr zuvor gelangte mit den dort ansässigen Paulanerbrüdern der reiche Reliquienschatz ihres 1762 in Markt Rettenbach verstorbenen Mitbruders Frater Theophilus Maria Miller de Malkowitz auf den Gottesberg, darunter die heiligen Leiber der Märtyrer Redemptus, Reparatus und Eutropia, die 1767 in die Altäre der Kirche eingelassen wurden, und eine Heilig-Blut-Reliquie.

Diese stammte aus dem Privatbesitz des Papstes Innozenz XII., war 1693 durch einen Rompilger aus Günzburg nach Schwaben gelangt und schließlich von dessen Familie 1732 dem Bruder Theophilus geschenkt worden. Seit 1928 wird daher in Bad Wurzach das Heilig-Blutfest gefeiert.

1921 übernahm der Orden der Salvatorianer die Wallfahrts-Seelsorge. Der letzte Paulanerbruder, Joseph Hotz aus Legau, war 1835 gestorben.

Eine Gedenktafel im Kircheninneren erinnert an die Sathmarer Schwaben. Sie sind Nachfahren Nachfahren von den im 18. Jahrhundert in den Nordwesten Rumäniens ausgewanderten Bauern, die zu einem großen Teil aus den heutigen Landkreisen Biberach und Ravensburg stammten.

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