Der Papst schüttelte nach dem musikalischen Auftritt viele Hände und ließ sich mit den Musikern fotografieren
Der Papst schüttelte nach dem musikalischen Auftritt viele Hände und ließ sich mit den Musikern fotografieren (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

„Alle Wege führen nach Rom“, heisst ein Sprichwort, was jedoch Musiker aus den Gemeinden Bad Wurzach (Landkreis Ravensburg) und Eberhardzell (Landkreis Biberach) erleben durften, müsste eigentlich heißen „alle Wege führen zu Papst Franziskus“.

Die Musikkapelle „Harmonie“ aus Unterschwarzach organisierte am Wochenende um den 5. Mai eine Romwallfahrt mit geistlicher Begleitung durch Dekan Kurt Susak, bei der neben den bekannten Sehenswürdigkeiten Roms auch ein musikalischer Auftritt anlässlich der Generalaudienz im Vatikan vorgesehen war. Dieses Erlebnis ist für viele Musikgruppen - auch aus der Region - ein Höhepunkt in ihrer jeweiligen Vereinsgeschichte.

Auf dem Petersplatz wo mehrere zehntausend Gläubige auf den Beginn der Audienz mit dem Heiligen Vater warteten, wurde die Musikkapelle Unterschwarzach bereits sehnlichst erwartet, durch alle Sicherheitsebenen geschleust und durfte direkt vor den Absperrungen in unmittelbarer Sichtnähe zu Papst Franziskus Platz nehmen. Ein erhebender Moment für das Vorstandsteam Felix Maucher und Carola Schad sowie für den Dirigenten Manfred Bachmoor. Direkt vor dem Heiligen Vater und tausenden Menschen das katholische Oberschwaben zu vertreten und aufzuspielen, zudem live im Fernsehen übertragen zu werden, das hat Seltenheitswert. Doch damit nicht genug: Nach der Audienz gesellte sich Papst Franziskus persönlich zur Musikkapelle, ließ sich mit den oberschwäbischen Musikanten fotografieren und schüttelte Hände.

Möglich wurde die Begegnung durch den aus Unterschwarzach stammenden Dekan und Stadtpfarrer Kurt Benedikt Susak, der seit zehn Jahren im schweizerischen Davos tätig ist. Durch die Päpstliche Schweizer Garde, sechs Gardisten stammen aus seiner Kirchengemeinde Davos und das jährlich in Davos stattfindende Weltwirtschaftsforum, zu dem auch immer Kardinäle und hohe kirchliche Würdenträger aus dem Vatikan anreisen, wurde diese außergewöhnliche Begegnung detailliert geplant und arrangiert. Die Freude war den Musikanten wie auch Papst Franziskus anzusehen. „Dieser einmalige Anlass wird nicht nur in die Vereinsgeschichte eingehen, er stärkt den Glauben und wird für immer im Herzen bleiben“, sind sich die 48 Romreisenden einig.

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