Das Leben ist ein Labyrinth

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 Die Konfirmierten mit Pfarrerin Verena Engels-Reiniger und Prädikantin Astrid Greshake.
Die Konfirmierten mit Pfarrerin Verena Engels-Reiniger und Prädikantin Astrid Greshake. (Foto: Patricia Gragnato)

Acht Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Bad Wurzach – nun Konfirmierte – sagten am vergangenen Sonntag nach neun Monaten Konfirmandenunterricht selbstständig „ja“ zu Gott und einem christlichen Leben.

Konfirmiert wurden Devin Carradus, Lena Frieß, Robin Hart, Elisa Kuxhaus, Vanessa Reihlen, Hannah Schwarz, Hannah Wachter sowie Lina Wachter. Dieses Jahr von Pfarrerin Verena Engels-Reiniger mit Unterstützung von Prädikantin Astrid Greshake, weil Pfarrerin Barbara Vollmer, von der Engels-Reiniger Grußworte überbrachte, zu Studienzwecken in Rom weilt. Die Jugendlichen hatten für ihre Konfirmation das Motto „Lebenswege im Labyrinth“ gewählt und scheuten sich nicht, von Wendepunkten aus ihrem eigenen Leben zu berichten, Situationen und Erlebnissen, die sie in Sackgassen oder an Weggabelungen gebracht hatten – das Labyrinth als Sinnbild des Lebens.

Beim Thema Labyrinth durfte auch die Sage von Theseus nicht fehlen, der nur mithilfe des roten Fadens von Ariadne das Labyrinth des Minotauros heil verlassen konnte. Dazu passend hatten die Konfirmierten eine schöne Aktion vorbereitet: Ein rotes Wollknäuel wurde nach einem bestimmten Schema von allen Anwesenden an ihren Nachbarn weitergegeben, sodass ein Labyrinth entstand. Dadurch, dass jeder an dem Faden festhielt, waren auf wunderbare Weise alle in der Kirche miteinander verbunden. Auch in ihrer Predigt ging Engels-Reiniger auf das Motto ein, denn „jedes Leben ist ein individuelles Labyrinth“. Dabei sei es gut, wenn keiner alleine gehen müsse und dass es einen roten Faden gäbe, nämlich christliche Leitlinien, so Engels-Reiniger.

Nach dem Höhepunkt des Gottesdienstes, dem Ja-Wort der Konfirmierten und ihrer Einsegnung, überbrachte Rainer Leppert die Grüße des Kirchengemeinderates. Und dessen Sohn David Leppert, der vor kurzem den ersten Teil des Konfirmandenunterrichts abgeschlossen hatte (die sogenannte „kleine Konfirmation“), überbrachte in Analogie zu den beiden Steintafeln mit den zehn Geboten Steine, die er mit christlichen Symbolen bemalt hatte.

Musikalisch wurde der Gottesdienst gestaltet von Verena Stei an Orgel und Piano sowie vom Posaunenchor unter Leitung von Johannes Wirth. Das Lied-Solo „People Help The People“ wurde von Milena Schön sowie Vanessa Reihlen vorgetragen – bei Letzter bemerkenswert angesichts der sicher vorhandenen Aufregung um die eigene Konfirmation.

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