CDU stimmt sich auf Wahlkampf ein

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 Stimmten die CDU im Kreis gemeinsam auf die heiße Wahlkampfphase ein (von links): Daniel Rapp, Christian Natterer, Norbert Lins
Stimmten die CDU im Kreis gemeinsam auf die heiße Wahlkampfphase ein (von links): Daniel Rapp, Christian Natterer, Norbert Lins, Volker Restle und Dieter Krattenmacher. (Foto: Oliver Hofmann)
Schwäbische Zeitung

Der CDU-Kreisverband Ravensburg und die CDU-Kreistagsfraktion haben sich kürzlich beim zentralen Wahlkampfauftakt in Bad Wurzach auf die Kreistagswahlen am 26. Mai eingestimmt. Darüber berichtet die Partei.

Vor knapp 70 Mitgliedern und Gästen, darunter die CDU-Abgeordneten aus Europa (Norbert Lins), Bund (Axel Müller) und Land (August Schuler, Raimund Haser), gab Kreisvorsitzender Christian Natterer die Marschrichtung vor. „Unser erklärtes Ziel muss es ein, auch in der nächsten Legislaturperiode die stärkste Fraktion im Kreistag zu stellen“, so der 38-Jährige.

Auf den Fortbestand einer „satten bürgerlichen Mehrheit“ setzte auch der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Volker Restle. „Zusammen mit den Freien Wählern verfügen wir zurzeit über einen klaren Gestaltungsanspruch, und den wollen wir behalten“, sagte der Horgenzeller Bürgermeister. Er verwies auf anstehende Aufgaben, wie die Sanierung der Gebäude der Kreisschulen, Investitionen im Straßenbau und für das Bauernhausmuseum Wolfegg. Für diese Investitionsvorhaben seien im aktuellen Haushalt etwa 30 Millionen Euro vorgesehen.

Darüber hinaus, so Restle, stünde auch eine Überprüfung der Struktur der Oberschwabenklinik an, die aktuell noch etwa eine Million Euro Verlust einfahre. Mittel- und langfristig sei ein Ergebnis von „plus/minus zwei Millionen Euro durchaus tragbar.“ Es gelte zudem, die Zukunft des Wangener Krankenhauses zu sichern.

Ravensburgs Oberbürgermeister Daniel Rapp hob die großen Vorteile der Region Oberschwaben hervor. „Der soziale Zusammenhalt ist das höchste Gut, das wir haben“ mahnte er. Die Stärke des Landkreises sei seine Dezentralität. Aktuelle Herausforderungen, wie etwa der Wohnungsmangel, seien dabei nicht allein ein Problem der größeren Städte und deshalb nur gemeinsam zu lösen. Dieter Krattenmacher sprach die Themen Abfallentsorgung und Verkehr an. Ein Problem könnte die Entsorgung des Restmülls werden, wenn die zurzeit noch aufnahmefähigen Deponien im Kreis ausgereizt seien und die Rücknahme von Restschlacke aus der Verbrennungsanlage in Kempten zum Politikum werde. Auch eine Verbesserung der „noch nicht optimal funktionierenden Nahverkehrslinien im Landkreis“ sei der Kreispolitik ins Stammbuch zu schreiben. Aber: „Verbesserungen kosten Geld“, hier müsse man dem Bürger auch reinen Wein einschenken.

Norbert Lins verwies auf die große Bedeutung des Urnengangs für die Europawahl: „Es geht um die politische Zukunft unseres Kontinents, um nichts weniger.“

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