Brugger gründen Förderverein für ihre Kapelle

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Das Bild zeigt die Teilnehmer des Rochusfests 2017.
Das Bild zeigt die Teilnehmer des Rochusfests 2017. (Foto: rei)
Schwäbische Zeitung

In Brugg ist der Förderverein „Freunde der Brugger Kapelle“ gegründet worden. Eingeladen zur Mitgliedschaft sind alle, die sich mit der Brugger Rochus-Kapelle oder mit Weiler-Kapellen generell verbunden fühlen, geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Der Mitgliedsbeitrag beträgt zwölf Euro im Jahr. In der Pfarrkirche Arnach und im Gasthof „Rosengarten“ in Brugg liegen Beitrittsformulare aus. Die Jahreshauptversammlung des Fördervereins ist stets am „Brugger Rochustag“. Dieser wird jedes Jahr am 16. August oder in der zeitlichen Nähe des 16. August mit einer heiligen Messe begangen.

Im Jahre 1584 wurde erstmals eine Kapelle in Brugg erwähnt., teilt der Verein mit. Das jetzige Gotteshaus besteht seit mindestens 1789. Seit dem 1. April 1931 steht die denkmalgeschützte Kapelle im Privateigentum der Besitzer jener sechs Hofstellen, die bei der Vereinödung im Jahre 1787 schon vorhanden waren. „Die Besitzer kommen ihrer Erhaltungsaufgabe engagiert nach“, schreibt der Verein.

Um aber die bauliche Erhaltungsaufgabe und die Bewahrung der Ausstattung aber auf lange Sicht zu sichern – auch um die Gebetstradition auf Dauer aufrechtzuerhalten – wurde aus der Kapellengemeinschaft (Eigentümerschaft) heraus von acht Personen der Förderverein „Freunde der Brugger Kapelle“ gegründet.

Vor dem 1. April 1931 war die Kapelle im Besitz der Realgemeinde Brugg gewesen, die eine Gemeinschaft zur Betreuung von Wegen, des Schneeräumens und bis etwa 1880 auch der Bewirtschaftung des Brugger Gemeinschaftswaldes war. Und bis 1931 waren eben auch die bauliche Unterhaltung der Kapelle sowie auch der Mesnerdienst Pflicht der Realgemeinde (in Brugg als Teilgemeinde bezeichnet).

1931 ging die Brugger Realgemeinde in der bürgerlichen Gemeinde Arnach auf. Mit Bedacht nicht eingebracht in jene Fusion wurde seinerzeit das Eigentum an der Kapelle. Sprecher – man sagte damals „Anwalt“ – der Weilergemeinschaft war Josef Kling (1891 bis 1981), der Besitzer des Zachäus-Hofes. Ohne jene Entscheidung wäre die Brugger Kapelle heute im Besitz der Stadt Bad Wurzach. Zu dieser Konstruktion passe ideal der Förderverein, heißt es in der Mitteilung, „der sich stützend und schützend um die Kapelle legt“.

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