Besinnliches zum ersten Advent auf dem Gottesberg

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 Sie gestalteten das Adventskonzert (von links) Renate Schiele, Max Hadwiger, Gisela Hecht, Rainer Hlawatschek, Kuno Reichle, Wa
Sie gestalteten das Adventskonzert (von links) Renate Schiele, Max Hadwiger, Gisela Hecht, Rainer Hlawatschek, Kuno Reichle, Walter Strobel, Gregor Holzmann (vorne); Bruno Häfele, Siegfried Hörmann, Günter Musch, Michael Kuhn, Stefan Merk (verdeckt durch Heilig-Blut-Standarte) und Pater Konrad Werder. (Foto: Hans Reichert)
Hans Reichert

Pater Konrad Werder und Max Hadwiger haben zur Adventsfeier in die Kirche auf dem Gottesberg eingeladen. Der unermüdliche Gregor Holzmann hatte diese Feierstunde ins Leben gerufen und immer wieder neu initiiert, organisiert und geleitet. Die dankbaren Zuhörer spendeten kräftigen Schlussapplaus, die Spenden gehen an die Salvatorianer vom Gottesberg.

Auf Weihnachten wie früher, so wie der Opa erzählte, haben die Ziegelbacher gleich zu Beginn eingestimmt. In Liedform erzählen sie wie aus dem Fenster in der Winternacht still und leise das unsterbliche Lied von der Stillen Nacht seinen Weg in die Welt nimmt. Zum Mitfühlen andächtig vom Männerquartett gesungen das „Maria durch den Dornwald ging“, dazu passend die stimmungsvollen Geschichten, von Max Hadwiger vorgetragen. Bei „Leise rieselt der Schnee“ durften die Besucher mitsingen. Aber das war dann erst am Schluss, nach einer Stunde mit gepflegter konzertanter Musik, als die Nacht inzwischen angebrochen war.

Max Hadwiger hat besinnliche Geschichten zu Gehör gebracht. Da war die Geschichte vom Floh, das sehr verachtete Tier, es hat sich in der Krippe zu Bethlehem vor den bösen Menschen versteckt. Ausgerechnet im Ohr des Jesuskindleins. Das hätte dann von dem Kitzeln gelächelt und Maria und Josef erfreut.

Oder der berühmte Geiger in New York, der in einer U-Bahnstation als Straßenmusikant für die vorbeihastenden um Trinkgeld aufspielte. Kaum beachtet, nur wenige schenkten ihm Gehör. Es war jedoch ein Experiment der Washington Post. Es sollte zeigen, ob Menschen das Gute und Schöne erkennen. Nur wenige Dollar waren in dem Hut. Jedoch am Vorabend hat das Konzertticket für denselben berühmten Geiger einhundert Dollar gekostet. So ist das Schöne und Gute oft unerkannt.

Die zarten Klänge von Hackbrett, Gitarre und Kontrabass sind zum Teil von Gregor Holzmann selbst komponiert. Mit seinem diatonischen Akkordeon ist er mal solistisch, mal unterstützend unterwegs. Die satten Töne der Bläser mit Tuba, Tenorhorn und Flügelhorn füllten samtweich den Kirchenraum des 1713 eingeweihten barocken Kleinods. Die Zuhörer in der voll besetzen Kirche wussten die Leistung der Gruppe Feierabend, des Ziegelbacher Männerquartetts und der Vierermusig zu schätzen, denn der Schlussapplaus war überwältigend.

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