Bad Wurzacher Rosenmontagsspringer trotzen dem Wind

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Stellv. Redaktionsleiter/Redakteur Bad Wurzach

Tausende Narren haben beim Rosenmontagsumzug in Bad Wurzach Wind und Wetter getrotzt.

Viele bange Blicke sind im Vorfeld des großen Narrensprungs gen Himmel gegangen. Den ganzen Vormittag über schon blies ein kalter, böiger Wind, und kurz vor dem Umzug fielen sogar einige Tropfen vom Himmel. Doch zum Start war es dann zumindest trocken, und blieb es auch bis zum Ende. Nur der Wind wollte nicht nachlassen. Das Wetter ließ denn auch viele Bad Wurzacher lieber zu Hause im Warmen bleiben. Weit weniger Zuschauer als sonst säumten die Umzugsstrecke von Luxeuilbrücke bis Postplatz.

Pyramiden und Bonbons

Denen, die gekommen waren, bot sich wieder ein Spektakel. 100 Narrenzünfte und Musikgruppen zogen durch die Straßen. Die Hästräger setzten zum Sprung an, bauten allen Böen zum Trotz Pyramiden und trieben so manchen Schabernack mit den Schaulustigen. Und die Kinder am Straßenrand freuten sich über die immer wieder ins Volks geworfenen Bonbons.

Angeführt wurde der Rosenmontagsumzug von der Stadtkapelle Bad Wurzach. Ihr folgten die gastgebenden Riedmeckeler, die aufgrund vieler anderer Verpflichtungen natürlich nicht so zahlreich waren wie bei anderen Sprüngen. Stark vertreten waren dafür die Freunde des Ungeziefers, die sogar eine Pyramide bauten. Auch die Narrenzunft aus Seibranz kam mit einer großen Abordnung. Der Langjupp wird 2020 wieder einen eigenen Sprung veranstalten.

Gardemädchen und Zigeuner

Hexen aller Art sprangen durch die Straßen, Gardemädchen tanzten, Wolfsrudel, Schoafböck’, Teufel und Baadgoischd’r waren zu sehen, Goisterhund, Dämonen und Zigeuner gaben sich die Ehre. Ihr Prinzenpaar hatten die Aitracher mitgebracht, die in dieser Saison ihr 50-jähriges Bestehen feiern.

Beim Zunftmeisterempfang am Vormittag hatte der Zunftmeister der Riedmeckeler, Markus Birk, gleich mehrere Premierengäste: Bürgermeisterin Alexandra Scherer, Stadträtin Petra Greiner und Landtagsabgeordneter Raimund Haser outeten sich als solche.

Spende für das DRK

Traditionell dagegen die Scheckübergabe ans Rote Kreuz, das gemeinsam mit der Feuerwehr Empfang in der Festhalle an der Memminger Straße und den späteren Umzug betreute. 250 Euro gab’s von den Narren für die DRK-Aktion „Licht für die Alten“.

Die Zipfelklatscher der Riedmeckeler sorgten mit ihrem Auftritt ebenso für einen Höhepunkt wie die „Senioren-Garde“ der Freunde des Ungeziefers. Der Fanfarenzug und die Schalmeienkapelle Riedspatzen machten musikalisch Stimmung im Saal.

Nun neigt sich die lange Fasnet 2019 dem Ende entgegen. Die Riedmeckeler werden sich am Dienstag, 19.30 Uhr, am Stadtbrunnen zum Kehraus mit Hexenverbrennung treffen und sicherlich viele Tränen vergießen.

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