Bad Wurzacher Partnerschaftsverein mit neuer Vereinsvorsitzender

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 Die neue Vorsitzende Ulrika Stützle mit ihrem Vorgänger Erich Lacher (links) und Norbert Fesseler, dem neuen Vorsitzenden des P
Die neue Vorsitzende Ulrika Stützle mit ihrem Vorgänger Erich Lacher (links) und Norbert Fesseler, dem neuen Vorsitzenden des Popielow-Komitees. (Foto: Patrick Müller)
Redakteur Leutkirch

Bei der Jahreshauptversammlung des Partnerschaftsverein Bad Wurzach ist mit Ulrika Stützle am Mittwochabend eine neue Vereinsvorsitzende gewählt worden. Sie löst Erich Lacher ab, der das Amt seit 2005 inne hatte. Zuvor wurde bei der Versammlung eine Satzungsänderung beschlossen, um Stützle überhaupt in dieses Amt wählen zu können.

Bis zu dieser Satzungsänderung musste ein neuer Vereinsvorsitzender aus dem Kreis des bestehenden Vorstands kommen. Was die Auswahl potenzieller Kandidaten natürlich stark einschränkt, wie Jochen Martiny, der stellvertretende Vorsitzende, vor der Abstimmung über die Satzungsänderung erklärte. Er leitete die Versammlung im Sitzungssaal in Maria Rosengarten, da Erich Lacher sein Amt als Vorsitzender aus gesundheitlichen Gründen bereits zum Jahreswechsel niederlegte.

Sowohl die Satzungsänderung, mit der nun alle Mitglieder zum Vorsitzenden gewählt werden können, als auch die Wahl von Stützle zur neuen Vorsitzenden erfolgten einstimmig.

Weitere Veränderungen

Neu in den Vorstand gewählt wurden außerdem Gundula Blattner als Vertreterin der Schulen für Gisela Rothenhäusler und Angelika Walther als Vertreterin der Vereine. Weitere personelle Veränderungen gab es außerdem in den Komitees von Popielow und Jersey. Bei Popielow, der polnischen Partnerstadt von Bad Wurzach, wird das Komitee nun von Norbert Fesseler geleitet. Als sein Stellvertreter fungiert Lacher und als Schriftführerin Stützle. Ausgeschieden aus dem Komitee sind Meinhard Baron und Jürgen Schuhmacher.

Im Jersey-Komitee löst Gisela Rothenhäusler Hermann Bilgeri ab, der zukünftig dort als Beisitzer fungiert. Als ihre Stellvertreterin wurde Simone Menig neu ins Komitee gewählt. Keine Veränderungen gibt es im Luxeuil-les-Bains-Komitee sowie im kommissarisch von Gisela Schulze-Bonzel geleiteten Wallingford-Komitee.

Schwierige Verbindung nach England

Abgesehen vom gut funktionierenden Schüleraustausch sei die Partnerschaft mit dem englischen Wallingford derzeit quasi nicht existent, so Martiny. Umso mehr freue es ihn, dass Schulze-Bonzel weiterhin versuche, die Verbindung nach England auch in Brexit-Zeiten aufrecht zu erhalten. Dafür sind die Verbindungen zu den anderen drei Partnerstädten nach wie vor sehr eng, wie aus den Jahresberichten aus den Komitees hervorging.

Zu den Aktivitäten des Luxeuil-Komitees im vergangenen Jahr gehörten neben den Feierlichkeiten zur 30-jährigen Deutsch-Französischen Freundschaft unter anderem ein Schüleraustausch, ein Treffen mit dem französischen Komitee bei Freiburg, eine Reise zur französischen Nationalfeiertag, die Teilnahme an der 100-Jahr-Feier des Waffenstillstands des Ersten Weltkriegs, der Besuch einer Jugendfußballmannschaft aus Unterschwarzach bei einem Turnier in Luxeuil sowie der Besuch einer französischen Delegation bei der Amtseinführung von Bad Wurzachs neuer Bürgermeisterin Alexandra Scherer.

Schüler zu Besuch

Auch mit Popielow gab es einen Schüleraustausch. Außerdem eine gemeinsame Wanderung mit der Wandergruppe aus der polnischen Stadt sowie den Besuch einer Bad Wurzacher Delegation beim dortigen Erntedankfest. Ebenfalls einen Schüleraustausch gab es auch mit der Kanalinsel Jersey, außerdem besuchte des Jersey Youth Theater Bad Wurzach und führte hier dreimal das Stück „Animal Farm“ auf. Alle Komitees planen auch in diesem Jahr wieder mehrere gemeinsame Aktivitäten mit den Partnerstädten. So wird es etwa wieder mit allen vier Städten einen Schüleraustausch geben.

Für den bisherigen Vorsitzenden Lacher gab es zum Abschluss der Versammlung sowohl von Martiny als auch von Bad Wurzachs Bürgermeisterin Alexandra Scherer Lob und Anerkennung für dessen Verdienste. Für sein „bewundernswertes Engagement“ wurde Lacher bereits mit der Landesehrennadel Baden-Württemberg und der Bürgermedaille von Bad Wurzach ausgezeichnet, erklärte Martiny. „Wir haben Glück, dass du dich nicht komplett zurück ziehst“, so Martiny.

Großer Dank an Erich Lacher

Scherer dankte Lacher im Namen der Stadt für dessen „Leidenschaft und Herzblut“, mit der er sich für die gelebte Partnerschaft mit den anderen Städten eingesetzt habe. Viel Lob gab es auch für Hermann Bilgeri, der nicht mehr als Vorsitzender des Jersey-Komitees antrat. Schon 1972 hat Bilgeri den ersten Schüleraustausch mit Jersey organisiert und begleitet, erinnerte Martiny.

Der Partnerschaftsverein besteht derzeit aus 181 aktiven Mitgliedern, von denen 44, unter ihnen viele Gründungsmitglieder, am Mittwochabend für ihre 30-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden.

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