Bad Wurzacher Abwassergebühr bleiben stabil

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Abwassergebühren bleiben stabil
Abwassergebühren bleiben stabil (Foto: Jens Büttner / dpa)
Redakteur Bad Wurzach

Die Abwassergebühren in Bad Wurzach bleiben für die kommenden zwei Jahre stabil. Das ist das Ergebnis der Kalkulation, die Verwaltungsmitarbeiterin Patricia Wiedenmann nun im Gemeinderat vorstellte. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass künftig die Gebühr in drei jährlichen Raten statt auf einmal bezahlt werden muss.

Ein Cent hin, ein Cent her – so könnte man die Berechnungsergebnisse umschreiben. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Kanalgebühr sinkt nämlich von derzeit 74 Cent pro Kubikmeter auf 73 Cent. Die Niederschlagswassergebühr steigt dagegen von 30 auf 31 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Die Schmutzwassergebühr bleibt unverändert bei 2,24 Euro pro Kubikmeter.

Kostendeckend arbeiten

Der Abwasserbetrieb der Stadt muss kostendeckend arbeiten, darf also weder Gewinn noch Verlust machen. Geschieht dies trotzdem, weil mehr oder weniger ausgegeben wird als geplant, ist dieser Gewinn oder Verlust innerhalb von fünf Jahren bei der Gebührenkalkulation einzurechnen. 2014 schrieb der Eigenbetrieb Abwasser leicht rote Zahlen, 2015 und 2016 wies er einen Gewinn aus.

„Angesichts der dezentralen Struktur unserer Großgemeinde und des hohen Anschlussgrads sind das enorm niedrige Gebühren“, betonte Bürgermeister Roland Bürkle. Die Verwaltung nennt in ihrer Beschlussvorlage Vergleichszahlen: Wolfegg Schmutzwassergebühr 3,32 Euro, Niederschlagswassergebühr 36 Cent; Kißlegg 2,29/72; Leutkirch 1,66/46; Bad Waldsee 2,15/68; Eberhardzell 2,30/40.

Bürkle lobte die „tolle Truppe in Kläranlage und Verwaltung, die die Kosten im Griff hat“.

Drei Fälligkeitstermine

Die Stadt wird künftig die Gebühr in drei jährlichen Raten kassieren. Bisher wurde das Geld zum 30. Juli fällig. Neue Fälligkeitstermine sind der 1. Juni, der 1. September und der 1. Dezember. Für beiden Seiten sei das von Vorteil, so Patricia Wiedenmann. Der Bürger muss nicht mehr einen größeren Betrag auf einmal bezahlen. Der Eigenbetrieb der Stadt hat gleichzeitig immer wieder neues Geld in der Kasse.

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