Bad Wurzach bietet eine gelungene Mischung

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 Auf dem Bad Wurzacher Weihnachtsmarkt: das Akkordeon-Ensemble von Dorith Strobel.
Auf dem Bad Wurzacher Weihnachtsmarkt: das Akkordeon-Ensemble von Dorith Strobel. (Foto: Christine Hofer-Runst)
Christine Hofer-Runst

Mit einer gelungenen Mischung aus vorweihnachtlicher Stimmung und Kommerz hat auch in diesem Jahr der Weihnachtsmarkt auf dem Klosterplatz in Bad Wurzach aufgewartet. Die beiden „Weihnachtsmarktfeen“, Petra Greiner und Gisela Brodd, schufen gemeinsam mit dem Handels- und Gewerbeverein wieder einen schönen Einstieg in die Adventszeit.

Die Eröffnung durch Bürgermeisterin Alexandra Scherer und Christiane Vinçon-Westermayer, Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins, wurde erstmals vorverlegt. Musikalisch wurden die beiden Damen von der Jugendkapelle Bad Wurzach unter der Leitung von Petra Springer unterstützt. Eine gute Entscheidung, denn die zahlreichen Besucher warteten bereits auf Einlass in den Künstlermarkt in Maria Rosengarten.

Vielfalt und Auszeit

Neben altbekannten Gesichtern fanden dort neue Aussteller Platz, die Kunsthandwerk in allen Facetten anboten. Vom Weihnachtsdrachen über Steinengel; die Vielfalt war groß. Wer eine kleine Auszeit von den vielen Eindrücken brauchte, konnte die Stille der Kapelle genießen oder sich im Café des Liederkranzes Chorios bei Kaffee und Kuchen aufwärmen. Die Kleinsten durften in der Bastelstube der Stadtbücherei bunte Christbäume gestalten.

„Wir tüfteln schon am Weihnachtsmarkt des nächsten Jahres“, verriet Gisela Brodd. Kontakte mit neuen Kunsthandwerkern seien dabei schon geknüpft worden, schließlich wolle man das Angebot abwechslungsreich, hochwertig und lebendig halten. Außerdem sei geplant, die Wurzacher Veranstaltung künftig ökologisch auszurichten. Ohne Pappe und vor allem ohne Einwegplastik. Eine Vorstellung, die in die Umweltbemühungen der Riedstadt passen würde und die, weit im Umkreis, einzigartig sein dürfte.

Ein Überraschungsgast

Markus Beck, der neue Kurgeschäftsführer, gesellte sich im Laufe des Nachmittags ebenfalls unter die zahlreichen Gäste und war vom Angebot sichtlich beeindruckt. Erstmals trat der Handels- und Gewerbeverein selbst mit einem Stand in Erscheinung; die neuen „Bad Wurzach Gutscheine“ entwickelten sich im Laufe des Nachmittags zur willkommenen Geschenkidee und fanden regen Absatz.

Ein weiterer Höhepunkt war natürlich der Besuch des Nikolauses. Große und vor allem kleine Gäste versammelten sich vor der Bühne, um Lieder zu singen und sich einen Hefeweihnachtsmann abzuholen. Damit der heilige Mann den Ansturm auch bewältigen konnte, hatte er sich vier tatkräftige Engel mitgebracht, die ihn bei der schweren Arbeit zur Hand gingen.

Musikalische Köstlichkeiten

Feine, musikalische Köstlichkeiten, wie das Harfenspiel von Mariana Schuster oder die stündlich wechselnden Musikdarbietungen auf der Bühne, zauberten auch ohne Schnee und klirrende Kälte eine Wohlfühlatmosphäre, die sich in den Abendstunden zu einem absoluten Besuchermagnet entwickelte. Menschentrauben versammelten sich vor den Ständen und feierten den Einstand in die Adventszeit.

Die schönsten Stände wurden auch in diesem Jahr prämiert: Platz eins erreichte Familie Appenmaier mit Kissen und Deko, Platz zwei ging an das Kartoffelhäusle der Narrengilde Unterschwarzach und Platz drei erreichte der Stand „Brennessel“ von Sieglinde Walser-Weber.

Bad Wurzach - Viele Menschen kamen am Wochenende zum Bad Wurzacher Weihnachtsmarkt. SZ-Mitarbeiterin Christine Hofer-Runst war mit der Kamera unterwegs.

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