Bad Wurzach beteiligt sich an Präventionsaktion

 Bürgermeisterin Alexandra Scherer und Achim Staudenmaier, Leiter des Leutkircher Polizeireviers, mit dem Banner, das für mehr Z
Bürgermeisterin Alexandra Scherer und Achim Staudenmaier, Leiter des Leutkircher Polizeireviers, mit dem Banner, das für mehr Zivilcourage werben soll. (Foto: Stadt Bad Wurzach)
Schwäbische Zeitung

Anlässlich der bundesweiten Präventationskampagne „Aktion-Tu-Was“ beteiligt sich auch die Stadt Bad Wurzach, teilt die Stadtverwaltung mit. Vor Ort sei ein entsprechendes Banner im Bereich des Schulzentrums in der Ravensburger Straße im Beisein von Bürgermeisterin Alexandra Scherer und Achim Staudenmaier, Leiter des Leutkircher Polizeireviers, angebracht worden.

„Zivilcourage ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit – das möchten wir mit dieser Aktion wieder in Erinnerung rufen“, so Revierleiter Achim Staudenmaier. „Unser Miteinander gelingt, wenn Menschen in Gefahrenlagen anderen beistehen und sich in Notlagen helfen. Dazu sind wir alle aufgerufen, unabhängig von Alter und Geschlecht.“

Der erste Schritt bedeute oft mutig aus der bloßen Zuschauerposition hervorzutreten und aktiv zu handelt. „Kluges Tun ist hier das Gebot der Stunde.“ Die Polizei erlebe in ihrem Berufsalltag viel Zivilcourage – nahezu täglich würden viele Anrufer Notfälle melden, Erste-Hilfe leisten oder sich als Zeugen zur Verfügung stellen, auch wenn dadurch mal die geplante Routine durcheinanderkomme. „Professionelle Helfer und Organisationen können darauf aufbauen und dann ihren Job gut machen“, berichtet Staudenmaier zu den eigenen Erfahrungen.

In einer Welt zwischen schweigender Masse und schriller Empörungskultur beginne Zivilcourage dabei oft im Kleinen. „Unaufgeregt eine klare Haltung gegenüber verdrehten Wahrheiten einzunehmen und verbalen Feindseligkeiten entgegenzutreten – dazu braucht es Antrieb und Mut“, betont der Revierleiter. „Wer Zivilcourage zeigt bekommt dafür aber in der Regel oft Lob und Dank – da darf man dann auch stolz auf sich sein!“

Aussagen, denen sich Bürgermeisterin Scherer vollumfänglich anschließe. „Für ein funktionierendes Miteinander brauchen wir Bürgerinnen und Bürger, die hinschauen und für andere da sind.“ Sie unterstütze die Initiativaktion der Polizei daher gerne und ermuntert alle, dies auch im täglichen Leben zu beherzigen.

Vom Referat Prävention des Polizeipräsidiums ist geplant, dass alle beteiligten Städte und Gemeinden die Banner ab sofort für die Dauer von acht Wochen innerhalb des öffentlichen Raumes anbringen. Künftig soll die Aktion dann jährlich wiederkehrend im September stattfinden. Der jeweilige Beginn soll dann auf den bundesweiten „Tag der Zivilcourage“, in diesem Jahr am 19. September gelegt werden.

Die sechs Tipps der Polizei für Zeugen und Helfer lauten konkret: Hilf, aber bring dich nicht in Gefahr – Ruf die Polizei unter 110 – Bitte andere um Mithilfe – Präg dir Tätermerkmale ein – Kümmer dich um Opfer – Sag als Zeuge aus.

Meist gelesen in der Umgebung

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impfung

Chefvisite - Klinikchef fordert harte Strafen für Impfverweigerer

Für Impfverweigerer soll möglichst rasch ein Regel- und Strafwerk erarbeitet werden. Darüber müsse „jetzt entscheiden werden, sonst gerät das Thema in den Bundestagswahlkampf“, warnt der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, bei „19 – die Chefvisite“. Die Corona-Impfung sei selbstverständlich freiwillig, so der Mediziner.

Es müsse aber auch klar sein, dass ein Nein zum Piks von bis zu zehn Millionen Einwohnern für diese „bedeutet, dass etwas wegfällt“ – als Strafen denkbar seien zum Beispiel die Untersagung des ...

Impftermin-Ampel: Jetzt mit Push-Nachrichten für Ihr Impfzentrum

Die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt. 

+++ JETZT NEU: Nutzer mit einem Schwäbische Plus Basic, Premium- oder Komplettabo können sich nun exklusiv und noch schneller per Pushnachricht aufs Handy über freie Termine bei Ihrem Wunsch-Impfzentrum informieren lassen. Hier geht es direkt zum Push-Service, Abonnenten können ihn sofort nutzen.

Nutzer ohne Abo können weiterhin die bestehende Impfampel auf dieser Seite hier nutzen.

Der Vormittag des 4. Juni an den Grenzübergängen Lindaus nach Österreich: Auf Vorarlberger Seite ist alles abgebaut, in dem zwis

Jetzt zieht auch Österreich nach: Kleiner Grenzverkehr zwischen Lindau und Vorarlberg ab Donnerstag möglich

Jetzt wird die Grenze zwischen Lindau und Vorarlberg wirklich für den kleinen Grenzverkehr geöffnet: Nach dem Vorstoß von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag kündigen nun auch die österreichischen Nachbarn an, ihre Regelung anzupassen. Und zwar schon ab Donnerstag.

Markus Söder (CSU) hatte am Dienstag die komplette Grenzregion am Bodensee in Aufruhr versetzt. Nach einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte er an, den kleinen Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich ab Mittwoch, 12.

Mehr Themen