Arnacher Wanderschäfer erhält Auszeichnung

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Schäfer Sven de Vries mit Schaf Erika vor dem Landtag von Baden-Württemberg. Das Bild entstand im April dieses Jahres.
Schäfer Sven de Vries mit Schaf Erika vor dem Landtag von Baden-Württemberg. Das Bild entstand im April dieses Jahres. (Foto: dpa / Sebastian Gollnow)
Schwäbische Zeitung

Der Arnacher Wanderschäfer Sven de Vries hat beim Smart Hero Award 2018 den zweiten Preis gewonnen.

Staatsministerin Dorothee Bär, die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung und diesjährige Schirmherrin, und der Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung, Thomas Krüger, zeichneten ihn und die anderen Sieger nun in Berlin aus. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stiftung Digitale Chancen und von Facebook hervor. Sie haben den Preis ins Leben gerufen und ehren damit Projekte und Initiativen, die gesellschaftliches Engagement mit Social Media verknüpfen — in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinschaft stärken“.

Sven de Vries belegte dabei Platz zwei in der Kategorie „Zusammen Chancen schaffen“ mit seinen Tweets unter @schafzwitschern und #SchäfereiRetten.

„Die ausgezeichneten Projekte zeigen, dass Digitalisierung und soziales Engagement Hand in Hand gehen können. Die Heroes leisten so einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land“, wird Bär in der Mitteilung zitiert. „Die Vielfalt der Initiativen spiegelt den solidarischen Charakter des Engagements im Netz und unterstreicht, dass eine tolerante und wertschätzende Debattenkultur mit und in sozialen Medien möglich ist“, sagte Krüger.

Seit April 2015 twittert der ausgebildete Schäfer Sven de Vries täglich und berichtet aus seinem Alltag. Vor zwei Jahren war der 36-Jährige bereits in der Kategorie „Kultur und Unterhaltung“ für den Grimme-Preis nominiert worden.

Rund neun von zwölf Monaten zieht Sven de Vries mit seinen Tieren von Wiese zu Wiese. Geld verdient der junge Schäfer hauptsächlich mit den Zuschüssen aus dem Landschaftsschutz und dem Fleisch der Lämmer. Für die Wolle bekommt er fast nichts. Sie wird auf dem Hof in Arnach, zu dem die Schafe gehören, in einem Hofladen vermarktet. Der Hof hat eine Biozertifizierung.

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