Arnacher Hofladen im Schäferwagen ist umgezogen

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 Der Hofladen von Gründerin Irina Lindemann ist umgezogen und befindet sich nun auf einem gepachteten landwirtschaftlichen Gelän
Der Hofladen von Gründerin Irina Lindemann ist umgezogen und befindet sich nun auf einem gepachteten landwirtschaftlichen Gelände in Tonis 2, zwischen Arnach und Riedlings. (Foto: Gisela Sgier)
Redaktionssekretariat

Der Selbstbedienungshofladen im Schäferladen, der ursprünglich von Schäferin Irina Lindemann gegründet wurde, ist von Arnach nach Tonis 2 umgezogen. Grund für den Umzug war eine Vergrößerung der Tierhaltung auf einer Fläche von 40 Hektar sowie eine Geschäftspartnerschaft mit Schäferkollegin Sylvia Schmid.

Vor etwa drei Jahren gründete Lindemann in Arnach einen Hofladen in einem witzigen Schäferwagen, in dem sie die verschiedensten Produkte aus ihrer eigenen Lämmerhaltung mit rund 30 Tieren anbot. Nun hat sich Lindemann vergrößert. „Das ist alles irgendwann zu klein geworden, und ich konnte mich einfach nicht mehr weiterentwickeln“, so die ausgebildete Schäferin. Aus diesem Grund hat sich Lindemann im vergangenen Jahr mit ihrer Schäferinnenkollegin Sylvia Schmidt zusammengetan und ein landwirtschaftliches Anwesen des Arnacher Finkenhofs gepachtet. Hier betreiben die beiden seit August einen zertifizierten Bioland-Betrieb, in dem die Tiere auf extensiven Wiesen und Weiden heranwachsen. Mittlerweile befinden sich hier etwa 200 Schafe, die zum einen Teil den neuen Pächterinnen gehören, zum Teil dem Besitzer des Finkenhofs, und für deren Hege und Pflege sich die Damen bereit erklärt haben.

Geschlachtet werden die Tiere in einer nahegelegenen Metzgerei. Wer sich dazu entschließt, im Schäferwagen vakuumierte Fleisch- oder Wurstprodukte aus dem Kühlschrank oder der Gefriertruhe zu kaufen, handelt auf Vertrauensbasis. Bezahlt werden die ausgezeichneten Artikel in eine kleine rote Kasse. Für Wechselgeld ist gesorgt. Beim Verkauf setzen die beiden Schäferinnen ganz auf die Ehrlichkeit der Käufer: „Wir gehen davon aus, dass niemand etwas Böses im Sinn hat und für die Waren auch bezahlt“, so Lindemann.

Verkauf basiert auf Vertrauen

Wer die Schäferei Falkenhof besichtigen möchte, kann das bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 14. April, von 11 bis 17 Uhr tun. Für die Bewirtung sowie für Informatives über Schafe, Wolle und Lammfleisch ist gesorgt. „Mit dem Tag der offenen Tür möchten wir den Besuchern einfach zeigen, wie wir unsere Tiere aufziehen und halten, damit sie wissen, wo unsere Produkte herkommen“, so Lindemann. Jedenfalls dürfen sich die Besucher jetzt schon auf neugierige Blicke aus Schafsaugen, die in großräumigen, gut mit Heu und Stroh ausgerüsteten Stallungen untergebracht sind, freuen, denn zur Begrüßung gibt es ein großes Konzert, in den verschiedensten tierischen Mäh- oder Bähtönen.

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