Alltägliches wird zur Kunst

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 Bei der Vernissage: Laudator Oliver Hofmann, Bürgermeisterin Alexandra Scherer und der Fotokünstler Ulrich Gresser (vorne von
Bei der Vernissage: Laudator Oliver Hofmann, Bürgermeisterin Alexandra Scherer und der Fotokünstler Ulrich Gresser (vorne von links). (Foto: Steffen Lang)
Redakteur Bad Wurzach

Öffnungszeiten der Galerie: montags bis donnerstags 8 bis 12 und 13 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr. Ulrich Gresser bietet Führungen an den Sonntagen 23. September, 7. Oktober und 21. Oktober jeweils von 14 bis 16 Uhr für Führungen geöffnet. Der Eintritt ist frei.

„Faszination des Alltäglichen“ heißt die Ausstellung, in der der Bad Wurzacher Fotograf Ulrich Gresser seine etwas anderen Aufnahmen der Glasfabrik Verallia Deutschland zeigt. Sie läuft bis 2. November in der Galerie im Amtshaus, ist dort die 223. Kunstausstellung.

Zu sehen sind außergewöhnliche Fotografien alltäglicher Ansichten. Denn Ulrich Gresser hat sie allesamt von außerhalb des Firmengeländes aufgenommen, also aus einer Perspektive, „die eigentlich jeder von uns einnehmen kann“, wie Laudator Oliver Hofmann bei der Vernissage am Freitagabend hervorhob.

Doch das ist es eben, was Fotokunst, wie sie Uli Gresser pflegt, vom bloßen Fotografieren unterscheidet. „Die richtige Perspektive, der richtige Augenblick, das richtige Objektiv, die richtige Zeit, die richtige Blende machen aus einem Foto Kunst“, so Hofmann, selbst Bildjournalist und Fotokünstler. Und Fotokunst habe immer auch etwas zu sagen, „transportiert Emotionen, weckt Erinnerungen, regt zum Nachdenken an und trägt immer ein großes Stück Herzblut des Künstlers in sich“.

Und so bleibt Fotokunst auch in Zeiten, in denen Handyfotos millionenfach auf Festplatten und im Netz zu sehen sind, etwas Besonderes.

„Ganz tolle Bilder“ seien das, lobte denn auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer die Werke Gressers. Scherer hob hervor, dass es in ihren Augen eine ganz besondere Ausstellung auch deswegen sei, weil Wurzacher Motive zu sehen sind. „Außerdem“, so ergänzt sie lächelnd, „ist es meine erste als Bürgermeisterin, und ich muss feststellen: So viele Menschen wie heute zur Vernissage kommen zu uns nie ins Rathaus“.

Scherer überbrachte auch die Grüße von Galerieleiterin Roswitha Stäbler, die selbst nicht zur Vernissage hatte kommen können.

Ulrich Gresser studierte an der Hochschule Offenbach Gestaltung und an der Fachhochschule Dortmund Visuelle Kommuniation mit Schwerpunkt Fotografie. Erste Ausstellungserfahrung sammelte er 1980 mit dem Fotokunstkreis Bad Wurzach. Seine erste Einzelausstellung fand 1989 in Stuttgart statt. Seit 1993 arbeitet der 60-Jährige in seiner Heimat Bad Wurzach als freier Bildjournalist. Das Künstlerehepaar Bernd und Hilla Becher, Begründer der Düsseldorfer Photoschule, mit seinen Schwarz-Weiß-Fotografien von Fachwerkhäusern und Industriebauten nennt er als große Beeinflusser seiner Arbeit.

Öffnungszeiten der Galerie: montags bis donnerstags 8 bis 12 und 13 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr. Ulrich Gresser bietet Führungen an den Sonntagen 23. September, 7. Oktober und 21. Oktober jeweils von 14 bis 16 Uhr für Führungen geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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