Alle vier Bad Wurzacher Jungstörche sind wohlauf

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Die beiden jungen Störche auf der Grundschule Bad Wurzach.
Die beiden jungen Störche auf der Grundschule Bad Wurzach. (Foto: Steffen Lang)
Redakteur Bad Wurzach

Gute Nachricht aus den Horsten in der Stadt Bad Wurzach. Sowohl den zwei Jungvögeln auf der Wurzacher Grundschule als auch den beiden in Bechtingers geht es gut. Alle vier wurden jetzt beringt, damit ist ihr künftiger Lebensweg verfolgbar.

Ein wenig untergewichtig sind die beiden etwa sechs Wochen alten Jungvögel im Bechtingerser Horst auf dem alten Trafoturm der Kiesgrube. Etwa 2,6 Kilogramm wiegt jedes Junge. Das stellte Ute Reinhard, die Storchenbeauftragte des Regierungspräsidiums, bei der Beringung fest.

Wasser ist jetzt wichtig

„Das ist aber noch im Rahmen“, sagte sie. „Das Gefieder schaut gut aus, in etwa einer Woche sind sie endgültig übern Berg, wenn sie auch in den kommenden Tagen genug Wasser bekommen.“

Bei dem Männchen handelt es sich um einen dreijährigen Schweizer aus der Nähe von St. Gallen. „Er hat vergangenes Jahr mit einem Weibchen auf einem Sendemast in Isny ein Nest gebaut. Das musste aber aus Sicherheitsgründen abgebaut werden“, erzählt Ute Reinhard.

Auf 29 Metern Höhe

„Die sehen richtig gut aus“, stellte Ute Reinhard erfreut fest, nachdem sie die Bad Wurzacher Feuerwehr mit der Drehleiter auch zum Horst auf dem Dach der Grundschule der Stadt hinaufgefahren hatte. Es befindet sich in etwa 29 Metern Höhe.

Die beiden Jungvögel dort sind ebenfalls um den 13. Mai herum geschlüpft und haben sich gut entwickelt. Drei Kilogramm wiegt das eine Jungtier, 3,2 Kilogramm das andere. „Die sind durch“, so Reinhard, „denen passiert nichts mehr.“

Ein Oberschwabe

Der Storchenmann ist ein waschechter Oberschwabe aus Bad Schussenried und zählt mittlerweile sieben Lenze, seine Gattin ist ein Jahr jünger und stammt aus der Storchenkolonie in Radolfzell-Böhringen. Sie kommen seit 2014 jedes Jahr zum Horst auf der Grundschule.

In Bad Wurzach brüten Störche schon seit 2011 regelmäßig. Zuvor hatte es rund 80 Jahre keine Paare hier gegeben. In Bechtingers ist es erst das zweite Brutpaar seit 2013, als die Nistgelegenheit auf dem alten Trafoturm aufgebaut wurde.

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