Alexander Strobel vom Trampolin auf den Trainerstuhl

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 Alexander Strobel debütierte als Trainer der Air Eagles Allgäu.
Alexander Strobel debütierte als Trainer der Air Eagles Allgäu. (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Die Trampolinturner der Air Eagles Allgäu aus Sulzberg haben das Bundesligafinale erreicht. Dank eines klaren Sieges beim TV Blecher darf die Mannschaft am 18. Mai in Cottbus antreten. Mit für den entscheidenden Erfolg verantwortlich war der Bad Wurzacher Alexander Strobel, der eigentlich selbst mitturnt, dieses Mal aber als Trainer einsprang und auf dieser Position sein Debüt gab.

Weil die nominellen Trainer Ernst und Sonja Pfleiderer verhindert waren, wurde Alexander Strobel die Aufgabe zugeteilt, die Sulzberger Mannschaft zu betreuen. Die Turner d waren am dritten Wettkampftag zu Gast in Nordrhein-Westfalen, beim TV Blecher. Blecher hat ein sehr junges, talentiertes Team; alle Springer sind Mitglied im Jugendnationalteam. Doch am Ende setzte sich die Erfahrung der Teams aus Sulzberg und Weingarten durch, die beide gegen Blecher gewannen. Nach dem Pflichtdurchgang sah alles nach einem routinierten Durchmarsch der Allgäuer ins Finale aus. Sie lagen mit knapp sechs Punkten vor dem TV Blecher. Auch den ersten Kürdurchgang gewannen die Sulzberger souverän. Vielleicht waren sie sich danach zu sicher. Der bisher sehr konstante Severin Heckele landete bei seinem zweiten Kürdurchgang auf der Sicherheitsmatte. Charlene Burks und Hannah Lindermeir ließen sich von der Unsicherheit anstecken und retteten ihre Durchgänge gerade so ins Ziel. Gleichzeitig zeigt das größte deutsche Nachwuchstalent, Luisa Braaf vom TV Blecher, was sie kann und turnte eine herausragende Kür. Da auch die anderen Springer aus Blecher sehr konstant turnten, ging auf einmal die Rechnerei los.

Zwei Nationalturner unter Druck

Es war klar, dass einer der beiden Nationalturner der Air Eagles eine gute zweite Kür turnen musste, damit das Finalticket noch gebucht werden konnte. Der Druck war groß: Beide hatten beim Heimwettkampf in Sulzberg einmal gepatzt.

So war Trainerneuling Alexander Strobel auf einmal gefordert, die richtige Taktik zu wählen. Am Ende turnten aber sowohl Kyrylo Sonn als auch Matthias Pfleiderer ihre zweite Kür sehr sicher durch, sodass am Ende ein klarer Sieg von 598,39 zu 555,86 Punkten stand. Beste Springer waren Matthias Pfleiderer (160,97), vor seinem Teamkollegen Kyrylo Sonn (157,60) und den beiden Weingartenern Fabian Vogel (156,60) und Tim-Oliver Geßwein (156,175). Für Hannah Lindermeir reichte es in diesem Wettkampf nur zum viertbesten Damenergebnis.

Nach diesem Wettkampfwochenende stehen drei von vier Finalteilnehmern fest. Im Süden haben sich Weingarten (595,8 Punkten im Schnitt) und Sulzberg (585,4 Punkte) qualifiziert. Aus dem Norden hat sich der SC Cottbus erwartungsgemäß klar durchgesetzt (578,7 Punkte). Der vierte Finalteilnehmer wird zwischen dem Bramfelder SV und dem SV Brackwede ermittelt. Das Finale steigt am 18. Mai in Cottbus.

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