Abiturienten des Salvatorkollegs mit Rekorddurchschnitt

 Sechs Mal die Traumnote 1,0 gab’s für Ben Brauchle (von links), Ian Gindele, Lara Stroh, Freia Völkl, Ronja Joos und Rika Jaufm
Sechs Mal die Traumnote 1,0 gab’s für Ben Brauchle (von links), Ian Gindele, Lara Stroh, Freia Völkl, Ronja Joos und Rika Jaufmann. (Foto: Gresser)
ulgr

Sie haben die Lernzeit für das Abitur am Salvatorkolleg gut genutzt: Die 80 Abiturienten des aktuellen Abiturjahrganges haben die Pandemie- und Lockdownzeit hervorragend genutzt und ihre Reifeprüfung im „Einstandsjahr“ für Schulleiter Klaus Amann und dessen Konrektor Frank Schmuck zu einem Rekordevent gemacht, wie sich bei der Zeugnisübergabe in der Turnhalle des Gymnasiums zeigte.

Nach dem traditionell der Abiturfeier vorausgehenden Gottesdienst eröffneten fünf Sängerinnen aus den Reihen der Abiturienten die Feier dieses ganz besonderen Abiturjahrgangs, der in den vergangenen eineinhalb Jahren stark von der Pandemie geprägt war.

Und allen Unkenrufen zum Trotz lieferten die Abiturienten: Mit einem bisher am Salvatorkolleg noch nicht erreichten Gesamtnotendurchschnitt von 1,97 schafften sie es, einen neuen Rekord für die Schule aufzustellen. Die 1,0 Abiturienten – Ben Brauchle, Ian Gindele, Rika Jaufmann, Ronja Joos, Freia Völkl und Lara Stroh – sind an der Schule inzwischen schon beinahe Standard. Insgesamt wurden dabei 41 Schülerinnen und Schüler mit Preisen und Belobigungen ausgezeichnet.

„Die vergangenen anderthalb Jahre haben auch meine Vorstellungen vom Möglichen gesprengt. Ich glaube, es ist gut, diese Perspektive genauer zu verfolgen – jenseits von allem Gerede über eine Generation der Corona-Verlierer oder der Behauptung, Fernunterricht sei so effektiv wie Ferien“, sagte Schulleiter Klaus Amann.

Denn: Unter anderen Bedingungen wäre die digitale Umwandlung deutlich langsamer vonstatten gegangen. Für die Schüler war in vielerlei Hinsicht Selbstständigkeit, Eigenmotivation und Selbstorganisation erforderlich, um das zu schaffen. „Es sind die grundlegenderen Kompetenzen, die ihr für euren nächsten Lebensabschnitt gut gebrauchen könnt“, so der Schulleiter.

Im Gegensatz zum Augsburger Schulpädagogik-Professor Klaus Zierer sieht Amann diese Schülergeneration keineswegs als Corona-Verlierer. „Wir können aus dieser Zeit viel lernen und ich weiß, dass ihr bereits viel daraus mitgenommen habt.“ Er sei froh, dass der Abschluss angemessen gefeiert werden kann und die Abiturienten großen Wert darauf gelegt haben, dass die Zeugnisübergabe mit der gesamten Gruppe gefeiert werden kann.

Die beiden Vertreterinnen der Abiturienten Aleyna Köse und Felicitas Fauser ließen in ihrer Rede das Schulleben am Salvatorkolleg noch einmal Revue passieren: Kaum aus den verschiedenen Grundschulen der Region zusammengewürfelt, standen schon in fünften Klasse Entscheidungen an: Die Wahl zwischen Französisch und Latein. „Da wir der erste Jahrgang sind, in welchem alle Latein abgewählt haben, wurde schnell klar, dass wir keine guten Entscheidungen treffen können.“ Positiv merkten die beiden Rednerinnen an, dass das Salvatorkolleg die Schüler dazu anregte, „nicht planlos durchs Leben zu schreiten“. Thomas Gindele, Vertreter der Elternschaft brachte mit seinem launigen Vortrag über die Erkenntnis von Inkompetenz und Kompetenz vor allem mit Blick auf die vergangenen Jahre so manches Elternteil zum Schmunzeln.

Die Abiturfeier des Salvatorkollegs endete mit der Übergabe der zahlreichen Sonderpreise wie dem renommierten Scheffelpreis für die beste Leistung im Fach Deutsch sowie vielen schulinternen Preisen.

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