Zwei neue Pressen fürs Spätzlemuseum Bad Waldsee

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 Hartmut Polet bringt Heidi Huber zwei frisch restaurierte Spätzlepressen, eine Handpresse (in der Hand von Heidi Huber) und ein
Hartmut Polet bringt Heidi Huber zwei frisch restaurierte Spätzlepressen, eine Handpresse (in der Hand von Heidi Huber) und eine schwere Dreibein Spätzlemaschine. (Foto: Dietmar Hermanutz)

Nach dem Corona-Lockdown hat nun auch das Waldseer Spätzlemuseum wieder die Pforte zum Vötschenturm, in dem das Museum beheimatet ist, geöffnet. Noch bevor die ersten Besucher erneut die sehenswerten Raritäten rund um den schwäbischen Klassiker bestaunen konnten, stand Hartmut Polet mit zwei Unikaten für das Museum vor der Tür.

Polet ist ein langjähriger Wegbegleiter von Museumschefin Heidi Huber wenn es um Spätzle geht. Während seiner aktiven Berufszeit arbeitete Polet bei der Firma Kipp, die bis in die 70er-Jahre Spätzlepressen herstellte und auch heute noch über ein gut sortiertes Ersatzteillager verfügt. Die guten Kontakte von Polet zur Lehrwerkstatt der Firma Kipp ermöglichen ihm nach wie vor, die sachgerechte und gründliche Restaurierung betagter Spätzlemaschinen.

Aus unbekannter Produktion

Nun brachte er zwei Unikate, die Huber im Internet erworben hatte und die von Polet wieder in funktionsfähigen Zustand gebracht wurden. Bei der klassischen Spätzlepresse dürfte es sich um das Gerät eines geschickten Heimwerkers handeln. Die Dreibein-Spätzlemaschine ähnelt den Kippmodellen, stammt aber aus unbekannter Produktion. Gerade diese Dreibein.Modelle, die direkt auf dem Herd über den Topf gestellt werden, haben auch heute noch eine große Nutzergemeinde. In Oberschwaben seien diese Modelle jedoch nicht so bekannt, weiß Huber. Denn hier waren eher die Spätzlehobel der Firma Sonntag verbreitet. Huber ist froh, dass die Kooperation mit Polet so gut funktioniert und sie so Geräte präsentieren kann, die nicht nur selten, sondern auch frisch restauriert und sogar funktionsfähig sind.

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