Zustand ist „hochgefährlich und unhaltbar“

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 Betrachten gemeinsam den Radwegeplan der Landkreis Ravensburg (von links): Die Grünen-Kreisräte Roland Zintl aus Weingarten, Br
Betrachten gemeinsam den Radwegeplan der Landkreis Ravensburg (von links): Die Grünen-Kreisräte Roland Zintl aus Weingarten, Bruno Sing aus Aulendorf, Heinz Strubel, Günter A. Binder, Bürgermeister aus Baienfurt, Fiegel-Hertrampf aus Baienfurt und Ulrich Walz (Bad Wurzach). (Foto: Grüne)
Schwäbische Zeitung

Obwohl zurzeit kaum jemand ans Radfahren denkt, erinnert sich die Grünen-Kreistagsfraktion nach eigenen Angaben sehr wohl an die Großdemonstration Hunderter Radfahrer im vergangenen Herbst, die mit Nachdruck den unbedingt notwendigen Radweg zwischen Baienfurt und Bergatreute gefordert hatten.

Da es zwischenzeitlich etwas still um diese Forderung geworden sei, besuchten vergangene Woche auf Initiative von Kreisrätin Hille Fiegel-Hertrampf fünf Kreisräte der Grünen den Baienfurter Bürgermeister Günter A. Binder, um sich nach dem aktuellen Stand zu erkundigen und Möglichkeiten auszuloten, den Bau dieser wichtigen Radwegverbindung zu beschleunigen.

Dabei haben die Räte der Gemeinde laut Mitteilung durchaus Mut gemacht, sich konkret mit der Planung zu beschäftigen, die Grundstücksfragen zu klären und dabei die enge Abstimmung mit dem Landratsamt zu suchen. Kreisrätin Hille Fiegel-Hertrampf sei der Auffassung, dass man „nur mit intensiver und konstruktiver Zusammenarbeit aller Beteiligten weiterkommen und eine Umsetzung der ja bereits bestehenden vorrangigen Priorisierung erreichen“ könne.

Der derzeitige Zustand sei für Radler „hochgefährlich und unhaltbar, denn die Autos fahren hier allzu schnell, und wenn Radler überholt werden müssen, wird es lebensgefährlich“, betonten die Kreisräte Ulrich Walz und Heinz Strubel. „Hier muss bald etwas vorangehen!“ Die Grünen-Kreistagsfraktion möchte generell den Radverkehrsanteil im Kreis erheblich steigern und hält es dabei für unbedingt erforderlich, die Mittel zur Umsetzung der Radwegekonzeption des Landkreises aufzustocken, denn „bei dem derzeitigen Tempo brauchen wir zur Umsetzung der Radwegekonzeption hundert Jahre“, rechnete Kreisrat Bruno Sing vor.

Bei der Schaffung von dringend notwendigen Radwegen sehen die Grünen einen weitaus sinnvolleren Mitteleinsatz, „anstatt über zehn Millionen für eine Planungsgesellschaft auszugeben, deren beschleunigende Wirkung auf den B-30-Ausbau durchaus nicht gewährleistet ist“, kritisierte Kreisrat Roland Zintl.

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