„Wir brauchen eine Politik mit weniger Polarisierung“

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 Johannes Hecht
Johannes Hecht (Foto: Privat)
Redaktionsleiter

Die Landtagswahl in Bayern wirft ihre Schatten voraus. Am 14. Oktober stellen sich wieder viele Kandidaten zur Wahl – unter ihnen auch Johannes Hecht. Der gebürtige Bad Waldseer lebt mit seiner Familie seit mehr als 30 Jahren in Burlafingen und hat sich für die FDP aufstellen lassen. Wolfgang Heyer hat bei dem 61-Jährigen nachgefragt, was ihn dazu bewogen hat, zu kandidieren und welche Chancen er sich ausrechnet.

Herr Hecht, warum haben Sie sich dazu entschlossen, für den bayerischen Landtag zu kandidieren?

Mich hat die Sorge um die Zukunft meiner Kinder und der jungen Generation in die Politik getrieben. Wir stehen am Beginn eines neuen Zeitalters und es ist wichtig, dass wir es unserer jungen Generation ermöglichen, optimistisch die Chancen der neuen Zeit zu nutzen. Neu denken und nicht an alten Ideologien festklammern ist angesagt. Es gilt auch, Europa, Deutschland und Bayern stabil zu halten. Dafür benötigen wir eine starke stabilisierende, lösungsorientierte Mitte, die für mich die FDP ist. Wir brauchen eine Politik mit weniger Polarisierung und weniger Emotionalisierung, weniger Zentralismus, weniger Bevormundung und weniger Verbote, dafür mehr Freiraum für Experiment und rationale Diskussion ohne Denkverbote. In Bayern brauchen wir eine funktionsfähige, dynamische Regierung mit frischem Wind, für den die FDP und ich sorgen wollen.

Sie belegen Listenplatz 17. Wie hoch schätzen Sie Ihre Chancen, in den Landtag einzuziehen?

Mein Ziel ist es, mehr Stimmen als die Direktkandidaten der anderen Parteien zu bekommen. Das ist mein Weg in den Landtag. Ich weiß, dass die Aufgabe schwierig ist. Aber mit Einsatz, Können und dem nötigen Quäntchen Glück ist mir schon manche schwierige Aufgabe im Leben gelungen.

Was erhoffen Sie sich von der neuen bayerischen Regierung?

Ich hoffe für Bayern auf eine funktionsfähige, stabile Regierung, die das Erreichte erhält, die Chancen unserer Jugend im Blick hat und die den inneren Frieden erhält.

Sind Sie ab und zu noch in Bad Waldsee?

Ich habe schöne Erinnerungen an Bad Waldsee. Meine ersten Lebensjahre habe ich im Haus meiner Oma verbracht, das zwischen der Hochstadt und der Bleiche lag, wo ich oft gespielt habe. Meine Oma ist in Bad Waldsee begraben und ich habe in Bad Waldsee Verwandtschaft. Meine Eltern wohnen auch nicht weit von Bad Waldsee entfernt, nämlich in Kisslegg. Somit bin ich immer noch gelegentlich in Bad Waldsee auf Besuch.

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