Wieder einmal sorgt der Löhleweg für Diskussionen

Lesedauer: 4 Min
 Schon seit etlichen Jahren fordern die Anwohner, dass der Schotterweg zwischen Steinach und dem Ballenmoos asphaltiert werden s
Schon seit etlichen Jahren fordern die Anwohner, dass der Schotterweg zwischen Steinach und dem Ballenmoos asphaltiert werden soll. (Foto: SZ-Archiv/Järkel)
Redaktionsleiter

Wieder einmal hat der Löhleweg für eine Diskussion im Gemeinderat gesorgt. FW-Stadträtin Bernadette Behr brachte das Thema auf und stieß damit eine emotional geführte Debatte an.

„Welche Entwicklungen gibt es beim Löhleweg“, wollte Behr wissen. Darauf antwortete Bürgermeister Roland Weinschenk knapp: „keine.“ Wie er dann ausführte, hänge die verkehrliche Weiterentwicklung vom zukünftigen Bauabschnitt IV im Ballenmoos ab. Bekanntlich ist darin eine neue Verbindungsstraße vom Kreisverkehr Ballenmoos hinunter nach Steinach vorgesehen. Es folgten deutliche Worte: „Der Löhleweg, so wie er jetzt ist, gehört nicht zum Verkehrskonzept der Stadt.“ Behr fragte nach dem Zeitplan des Baugebiets. Thomas Manz, Erster Beigeordneter der Stadt, ließ wissen, dass sich die Stadt bei den „notwendigen Grundstücken in Vertragsverhandlungen“ befinde oder Umlegungsverfahren angestoßen werden müssten, um dann in die Umsetzungsphase zu gelangen.

Nachdem das Thema abgeschlossen schien, erhob CDU-Stadtrat Edmund Gresser das Wort. „Das es keinen Endausbau geben wird, sehe ich ja ein, aber eine Übergangslösung muss doch möglich sein“, sagte Gresser bestimmt. Jahr für Jahr würden Kosten für die Ausbesserungsarbeiten des Löhleweges anfallen. „Also nehmen wir doch mal 30 000 Euro in die Hand und haben für die nächsten fünf bis zehn Jahre Ruhe“, meinte Gresser. Die schwierigen Grundstücksverhältnisse entlang des Weges müssten mit den Anliegern besprochen werden – „ansonsten haben wir das Thema jedes Jahr x-mal auf dem Tisch“. Bürgermeister Weinschenk entgegnete darauf, dass „es nicht nur ein bisschen über die städtischen Grenzen hinaus geht“ und die Entwässerung bei einem Ausbau mit berücksichtigt werden müsse. „Und das kostet dann gleich eine ordentliche Summe. Eine schnelle Übergangslösung lässt sich nicht so einfach realisieren“, bat Weinschenk um Verständnis.

Gresser aber legte nach und machte sich für eine Alternativlösung stark und kritisierte die Stadtverwaltung: „Ich finde es nicht gut, dass bei diesem Thema immer abgeblockt wird.“ Das Thema müsse angegangen werden. Unterstützung erfuhr Gresser von seinem Fraktionskollegen Hubert Leißle. Seit Jahren werde über den Ausbau des Löhlewegs diskutiert. „Ich habe den Eindruck, dass die Verwaltung das einfach nicht will“, fand Leißle klare Worte. Es gebe vonseiten der Stadt „keinen Willen die Grundstücksbesitzer an einen Tisch zu bekommen“. „Es ist doch ein Dauerthema, warum kann man da nicht einlenken“, erklärte Leißle beinahe resigniert. Weinschenk wiederholte daraufhin seine Worte: „Eine schnelle Lösung ist nicht so einfach.“ Am Ausbau hänge mehr dran, als man im ersten Moment vermuten würde.

Dann reichte es Weinschenk hörbar. „Wir machen jetzt keine Löhleweg-Diskussion auf“, sagte er erbost und versicherte, dass er das Thema „mitnehmen“ werde. GAL-Stadtrat Michael Kaiser wünschte sich in puncto Löhleweg zuletzt noch eine Verkehrszählung.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen