Wertschätzung und Anerkennung für queere Menschen

 Regenbogenfahnen wehten auf dem Rathausplatz. Auch die Stadt hatte zu diesem Anlass das bunte Banner „Bad Waldsee zeigt Flagge“
Regenbogenfahnen wehten auf dem Rathausplatz. Auch die Stadt hatte zu diesem Anlass das bunte Banner „Bad Waldsee zeigt Flagge“ gehisst. (Foto: Oliver Hoffman)
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Am 7. Mai luden der Verein GLOBAL und die Mobile Jugendseelsorge zu einer Solidaritätskundgebung mit und für queere Menschen ein. Die Initiativgruppe war mit der Teilnehmerzahl und der spürbaren Resonanz sehr zufrieden. Besonders freuten sich die Veranstalter/innen über das positive Signal des Bürgermeisters, der die Regenbogenfahne vor dem Rathaus hissen ließ. Die Initiatoren wollte dafür eintreten, dass queere Menschen in der Gesellschaft und in den Religionsgemeinschaften vorbehaltlos akzeptiert und wertgeschätzt werden. Vorbereitet wurde die Aktion von einer kleinen Gruppe, die sich bei der Aktion „Segen für alle“ im vergangenen Jahr kennengelernt hatte, bei welcher die mittlerweile stadtbekannte Regenbogenbank vor der Pfarrkirche St. Peter aufgestellt wurde. Die Zerstörung und Wiederaufstellung der Bank hat in Bad Waldsee viele Menschen bewegt und zu dem Thema zu einer positiven Öffentlichkeit verholfen.

Das Motto der Kundgebung lautete „Wie Gott uns schuf“. Es ist der gleichnamigen, vielbeachteten ARD Dokumentation zum Outing queerer Menschen in der katholischen Kirche entlehnt. Die Initiativgruppe ist davon überzeugt, dass das Thema bleibend aktuell ist, wie leider auch der Krieg in der Ukraine zeigt. Denn der russische Angriff wird durch den Moskauer Patriarchen Kyrill auch mit homo- und transphoben Aussagen gerechtfertigt und gutgeheißen.

Dabei könnten gerade die Religionen eine ganz andere Rolle spielen, wenn sie auf die allen Menschen gegebene Würde verweisen und ihr positives Menschenbild verteidigen.

Die Kundgebung wollte deswegen weniger anklagen, sondern vielmehr ermutigen. Es gab kurze Rede- und Musikbeiträge, Gedichte und ein interreligiöses Segensgebet am Schluss. Die Veranstaltung begann um 11 Uhr mit lauten Trommelklängen und dauert circa 45 Minuten. Anschließend bestand noch die Möglichkeit für Begegnung und Gespräch, Regenbogenmuffins und Armbänder wurden an die Teilnehmenden verschenkt und Spenden für den Verein GLOBAL gesammelt. Besonders freut sich die Initiativgruppe über die Präsenz des Queertreffs vom Jugendhaus Prisma unter der Leitung von Lea Holly und die Schülerinnen vom Arbeitskreis Schule ohne Rassismus des Waldseer Gymnasiums.

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