Wenig Zucker, viel Bewegung

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 Zur Vermeidung von „Altersdiabetes“ empfahl Horst Michaelis in seinem Vortrag den Zuhörern eine zuckerarme Ernährung und reichl
Zur Vermeidung von „Altersdiabetes“ empfahl Horst Michaelis in seinem Vortrag den Zuhörern eine zuckerarme Ernährung und reichlich Bewegung im Alltag. (Foto: Sabine Ziegler/St. Elisabeth-Stiftung)
Schwäbische Zeitung

Wenig Zucker und viel Bewegung: Wer diese Maßgaben in seinem Lebensstil berücksichtigt, der erkrankt nicht an Altersdiabetes („Zuckerkrankheit“). So lautete die Kernthese von Sportmediziner und Heilpraktiker Horst Michalis in seinem Vortrag „Diabetes erkennen und Folgekrankheiten vermeiden“ am Montag im Wohnpark am Schloss.

20 Zuhörer der Generation „70+“ versammelten sich dazu auf Einladung der Sozialstation Gute Beth im Festsaal und folgten aufmerksam den eineinhalbstündigen Ausführungen des Referenten, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht. Der Vorsitzende des Waldseer Kneippvereins ist überzeugt davon, dass diese „Krankheit der Neuzeit“ verhindert werden könnte, wenn der Mensch weniger zuckerhaltige Nahrungsmittel konsumiere, Übergewicht vermeide und im Alltag auf ausreichend Bewegung und sportliche Betätigung achte. „Da tun Sie wirklich gut daran, denn wer mit 50 daran erkrankt, der hat eine um 10 bis 15 Jahre geringere Lebenserwartung, weil Diabetes-Folgeerkrankungen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Amputationen, schwerwiegend verlaufen“, wird Michaelis in der Mitteilung zitiert.

In seinem informativen Vortrag klammerte der Naturheilkundler den „Typ-1-Diabetes“ aus, der eine lebenslange Therapie mit Insulin-Spritzen notwendig macht. Er bezog sich ausschließlich auf den „Altersdiabetes“, von dem weltweit jedoch immer mehr Jugendliche betroffen seien. Bei diesem Krankheitsbild lasse die Wirkung des Insulins in den Körperzellen mit der Zeit nach und die Schulmedizin behandele medikamentös mit der Einnahme von Tabletten oder dem Spritzen von Insulin. „Was der Patient leider nicht bekommt vom Arzt, sind hilfreiche Ratschläge für eine gesündere Lebensführung, weil die nicht vergütet werden“, so Michaelis. Erste Symptome der Erkrankung seien Durstgefühl, Harndrang, Gewichtsabnahme und Hautinfektionen.

Den „Altersdiabetes“ bezeichnete er laut Pressemeldung als „heimtückisch und selbstverursacht“, weil eine falsche Ernährung dafür verantwortlich sei und keinesfalls erbliche Faktoren. Michaelis habe seinen Zuhörern deshalb geraten, Übergewicht zu vermeiden: „Ernähren Sie sich gesund mit Kohlenhydraten aus Gemüse, Obst in Maßen und verzichten Sie auf Fertigprodukte. Und bewegen Sie sich nach jeder Mahlzeit eine Stunde lang, dann tun Sie Ihrem Körper viel Gutes.“

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