Waldseeachter startet schwach

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 Der Waldsee-Achter (von links): Oskar Wild (Steuermann), Johannes Wiest, Niklas Wiest, Leo Seebold, Sebastian Wenzel (Kapitän),
Der Waldsee-Achter (von links): Oskar Wild (Steuermann), Johannes Wiest, Niklas Wiest, Leo Seebold, Sebastian Wenzel (Kapitän), Tobias Weißenhorn, Luis Grünvogel, Philipp Bauer und Sebastian Weiße. (Foto: Alexander Pischke/Ruder-Bundesliga)
Schwäbische Zeitung

Zum Saisonauftakt der Ruderbundesliga ging es für die Männer vom Waldseeachter auf die Wedau-Regattastrecke nach Duisburg. Bereits der schwache Start in den Renntag, mit der zweitlangsamsten Zeit im Time-Trial gegen den Achter aus Dresden, deutete an, dass es für den Waldseeachter an diesem Tag schwierig werden würde an die guten Ergebnisse der Vorsaison anzuknüpfen. Der 16. Tagesplatz im 18-Bootefeld in der 1. Bundesliga bestätigte diese Befürchtung auch.

Vor toller Kulisse, nämlich im Rahmen der Internationalen Wedau-Regatta, bei der sich über die 2000-Meter-Strecke die europäische Ruderelite traf und auch fast die komplette deutsche Ruder-Nationalmannschaft am Start war, startete die Ruderbundesliga in die Saison. Für den Achter vom Ruderverein Waldsee ging es im Zeitlauf gegen den Achter aus Dresden.

Guter Start ins Rennen

Mit einem guten Start sah es für die Waldseer bis zur 280-Meter-Marke noch nach einem Sieg aus. Jedoch präsentierten sich die Ruderer aus Dresden auf den letzten 70 Metern sehr stark und so überquerten sie nach 350 Metern, was knapp einer Minute vollem Sprint entspricht, als erstes die Ziellinie.

Die zweitlangsamste Zeit bedeutete für den Waldseeachter im Achtelfinale den zweitschnellsten Achter aus dem Time-Trial als Gegner. Das war der amtierende Liga-Champion aus Berlin und der wurde seiner Favoritenrolle auch gerecht. So stand nach dem Achtelfinale fest, dass es für die Waldseer an diesem Wochenende um die Plätze 9 bis 18 gehen würde.

Doch auch im Viertelfinale wartete mit dem Achter aus Krefeld eine starke, junge Mannschaft auf den Waldseeachter. Bei nun zunehmendem starkem Wind, starteten die Waldseer schlecht in das Viertelfinale und der Krefelder Achter konnte vom Start weg eine halbe Bootslänge Vorsprung mitnehmen. Diesen konnten die Waldseer nicht mehr aufholen. Durch das komplizierte K.O.-System der Ruderbundesliga, indem es in jedem Rennen auch auf die geruderte Zeit ankommt, kam es an diesem Tag tatsächlich zu dem Umstand, dass der Waldseeachter, sowohl im Halbfinale als auch im Finale nochmal auf das Boot aus Dresden traf.

Im besten Rennen der Waldseer an diesem Wochenende, dem Halbfinale, passten sowohl der Start, als auch die folgenden 350 Meter. Wieder starteten die Waldseer schnell und so führten sie bereits nach 100 Metern mit einer dreiviertel Bootslänge Vorsprung. Im Gegensatz zum Zeitlauf am Morgen schafften es die Waldseer Ruderer in diesem Rennen den Vorsprung über die Distanz zu bringen und das Dresdner Boot mit einer guten viertel Bootslänge Vorsprung zu besiegen. Nur knapp 30 Minuten später folgte das Finale und gleichzeitig das dritte Rennen des Tages gegen den Dresden-Achter. Dieser startete deutlich schneller als im Halbfinale und schaffte es so, die Waldseer nach 150 Metern zu überholen.

Zielfoto entscheidet

Doch dieses Mal gehörten die letzten 80 Meter dem Waldseeachter, der sich Zentimeter für Zentimeter an den Konkurrenten heran schob. Im Ziel musste schließlich das Zielfoto entscheiden. Zur Enttäuschung des Waldseeachters hieß der Gewinner Dresden mit wenigen Zentimetern Vorsprung. Eine bittere Niederlage zum Abschluss des Renntages und somit der 16. Tagesplatz. Nur die Achter aus Witten und Lübeck konnten hinter sich gelassen werden.

„Nun müssen wir den Aufwärtstrend der beiden letzten Rennen mitnehmen und aus den Erfahrungen lernen“, kommentierte Kapitän Sebastian Wenzel den Renntag. „Wir haben jetzt fast acht Wochen bis zum nächsten Renntag in Minden Zeit zu trainieren und wir wissen, dass da definitiv mehr drin ist. Der Abstand zu den Mittelfeldplätzen ist nicht allzu groß und daher lassen wir die Köpfe jetzt nicht hängen.“

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