Waldsee-Achter zeigt wieder Heimstärke

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 Der Waldsee-Achter (im Hintergrund gegen den Ruderverein Erlangen/Tübingen) hat zum dritten Mal in Folge das Rennen bei der Hei
Der Waldsee-Achter (im Hintergrund gegen den Ruderverein Erlangen/Tübingen) hat zum dritten Mal in Folge das Rennen bei der Heimregatta gewonnen. (Foto: Rolf Schultes)
Schwäbische Zeitung

Mit mehr als 1000 Meldungen von 40 Rudervereinen aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, der Schweiz und Österreich, einem großen Zuschauerandrang und zwölf Heimsiegen kann der Ruderverein Waldsee zufrieden auf die 57. Kurzstreckenregatta zurückblicken. „Das war die seit einigen Jahren erfolgreichste Regatta, wenn man sich das Meldeergebnis anschaut“, sagte RV-Vorstand Dieter Seebold. Der Höhepunkt der Regatta wäre dabei aber fast geplatzt.

Besonders große Aufmerksamkeit genießt immer das Achterrennen um den Wanderpokal der Stadt Bad Waldsee. Am Start waren der Waldsee-Achter, der in der Bundesligasaison eher enttäuschende Ergebnisse eingefahren hatte, und die Renngemeinschaft Undine Radolfzell/WSV Waldshut. Das erste Rennen gewann der Waldsee-Achter mit fast zwei Bootslängen Vorsprung. Vor dem Pokalrennen gab es dann den Schock: Die Gegner aus Radolfzell und Waldshut mussten aufgrund eines verletzten Sportlers abmelden. Da Hunderte Zuschauer auf das Rennen warteten und der Höhepunkt der Regatta nicht ausfallen sollte, wurde kurzerhand in Oskar Wild ein Waldseer Ruderer gefunden, der den verletzten Sportler aus Radolfzell ersetzte.

Flug in den kalten Stadtsee

Überraschenderweise präsentierte sich die Renngemeinschaft am Start deutlich stärker als beim ersten Rennen – das Pokalrennen blieb deutlich länger spannend. Mit einer starken zweiten Rennhälfte distanzierte der Waldsee-Achter den Gegner aber doch noch und gewann mit etwas mehr als einer Bootslänge. Bürgermeister Roland Weinschenk übergab den Ehrenpreis der Stadt Bad Waldsee also das dritte Jahr in Folge an die Gastgeber. Es war damit ein versöhnlicher Abschluss einer schwierigen Saison des Waldsee-Achters. Wie es die alte Rudertradition verlangt, wurde Steuerfrau Nadine Leuter nach dem erfolgreichen Pokalrennen von der Mannschaft in den kalten Stadtsee geworfen.

Auch zuvor durfte der RV Waldsee mit der Herbstregatta zufrieden sein. „Mit zwölf Siegen, 17 zweiten Plätzen, zehn dritten Plätzen, zehn vierten Plätzen, sechs fünften Plätzen und zwei sechsten Plätzen können wir mit dem sportlichen Ergebnis zufrieden sein“, sagte Sportvorstand Sebastian Wenzel. „Sicherlich gab es schon bessere Jahre, allerdings auch schon deutlich schwächere, speziell wenn man auf die letzten Jahre zurückblickt.“

Erfolgreichster Sportler der Bad Waldseer war Luis Grünvogel mit vier Siegen, danach folgte Sebastian Weiße mit drei Siegen. Amatus Fischer, Madeleine Lehmann, Nadine Leuter, Niklas Wiest, Johannes Wiest, Tobias Weißenhorn, Stefan Leißle, Philipp Bauer und Leo Seebold erreichten jeweils zwei Siege. Mit einem Sieg beendeten Frederik Balke, Cathrin Reimer, Oskar Wild und Sebastian Wenzel das Wochenende.

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