Nach 24 Jahren erfolgreicher Tätigkeit im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank wurde Hildegard Rebmann mit der silbernen Ehrennadel
Nach 24 Jahren erfolgreicher Tätigkeit im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank wurde Hildegard Rebmann mit der silbernen Ehrennadel des Verbandes ausgezeichnet. Von links: Wirtschaftsprüfer Jürgen Albrecht, Vorstand Florian Kramer, Aufsichtsratsvorsitzender Achim Strobel, Hildegard Rebmann und Vorstand Lothar Hanser. (Foto: Rudi Heilig)
Rudi Heilig

Die wichtigsten Bilanzzahlen, Vorjahr in Klammer:

Bilanzsumme: 126,3 Millionen (117,3)

Kunden-Einlagen: 82,5 Millionen (77,2)

Kunden-Kredite: 104,8 Millionen (95,8)

Eigenkapital: 10,8 Millionen (10,1)

Gesamtkundenvolumen: 277 Millionen (245)

Jahresüberschuss: 303 000 Euro (357 000)

Mit einem stabilen Eigenkapital sowie hohen Zuwachsraten in fast allen Geschäftsfeldern konnte die Raiffeisenbank Reute-Gaisbeuren ein gutes Ergebnis präsentieren. Das erfuhren 300 anwesende Mitglieder bei der Generalversammlung am Mittwoch in der Durlesbachhalle. Die Ortsbank beschäftigt derzeit 23 Mitarbeiter, diese betreuen 2540 Mitglieder sowie 5169 Kunden.

Das neue zentrale Bankgebäude am Ortseingang von Reute ist nicht zu übersehen. Zusammen mit dem Nahversorger „Netto“ ist hier jetzt ein kleines Dienstleistungszentrum entstanden. Mit einer großzügig gestalteten Außenanlage trägt es zudem zu einer Verschönerung des Ortsbildes bei. Bei der Generalversammlung erfuhren die Mitglieder interessante Details der über sechs Millionen teuren Investition.

Aufsichtsratsvorsitzender Achim Strobel lobte bei der Begrüßung das mutige Engagement der Ortsbank: „In einer Zeit, in der landauf, landab Filialen geschlossen werden, eröffnet die Bank in Reute ein neues Bankgebäude. Damit sind wir auch für die Zukunft als eigenständige Bank bestens aufgestellt“. Als Ortsvorsteher bezeichnete Strobel dazu die Ansiedelung des Nahversorgers „Netto“ als ein Segen für die Ortschaft Reute-Gaisbeuren. „Knapp zehn Jahre sind von der Idee bis zur Eröffnung der neuen Bank vergangen, doch unsere Zielstrebigkeit hat sich gelohnt“, so anerkennend der Vorsitzende.

Während das Bankgebäude in Gaisbeuren bereits für eine weiterhin gewerbliche Nutzung verkauft wurde, soll das Gebäude in der Elisabeth-Achler-Straße in Reute künftig ausschließlich wohnwirtschaftlich genutzt werden. In Planung ist hier eine zusätzliche bauliche Erweiterung.

Bank punktet bei Förderkrediten

„Im Bereich der privaten Baufinanzierung sind wir in der Region ein gefragter Partner“, mit diesem Satz sprach Vorstand Lothar Hanser die kräftige Ausweitung der Kundenkredite an. Während hier die Steigerungsrate über neun Prozent (der Verbandsdurschnitt liegt bei 5,7 Prozent) beträgt, hat das an die Verbundpartner vermittelte Kreditvolumen gar um 37 Prozent zugelegt. Besonders punkten kann die Raiffeisenbank bei der Vermittlung von Förderkrediten. Vor wenigen Wochen erhielt die Bank das Prädikat „Beste Fördermittelbank in Baden-Württemberg in ihrer Bilanzsummenklasse“ verliehen.

Trotz stark minimierter Einlagezinsen liegt die Bank auch bei den Kundeneinlagen mit einer Ausweitung von sieben Prozent über dem Verbandsdurchschnitt von 5,3 Prozent. Anfragen von Neukunden, welche hohe Summen hier gerne parken wollen, werden kritisch geprüft und in der Regel abgewiesen. Auch im Jahre 2018 steht die Erhebung von Negativzinsen oder Verwahrgebühren nicht im Fokus der Bank. Vorstand Florian Kramer sprach dank dem gut florierenden Kreditgeschäft von einem zwar rückläufigen, aber immer noch überdurchschnittlich erreichten Zinsüberschuss. Die Marge beträgt 2,21 Prozent, vergleichbare Banken erzielen hier gerade noch zwei Prozent.

Bei einem Steueraufwand von 511 000 Euro fließen an die Stadt Bad Waldsee 156 Tausend Euro Gewerbesteuer. Örtliche Vereine, soziale Einrichtungen sowie Kindergärten und Schule profitieren vom Gewinnsparen. Die Bank übergab in einer kleinen Feierstunde im Dezember den Gesamtbetrag in Höhe von 19 300 Euro.

16 Wohneinheiten geplant

Die Wohnbau GmbH als Tochterunternehmen konnte im Berichtsjahr mit einer Summe von 80 Tausend Euro das gute Dienstleistungsergebnis der Bank stärken. Lothar Hanser berichtete von der Wiederaufnahme von Bauträgergeschäften. An der Leinwand konnten die Besucher bereits detaillierte Pläne eines Baugesuchs für insgesamt 16 Wohneinheiten in der Elisabeth-Achler-Straße zur Kenntnis nehmen. Bürgermeister Roland Weinschenk lobte in einem Grußwort den Bankneubau als Zukunftswerk: „Die Beharrlichkeit hat sich gelohnt, damit haben wir vor Ort einen wichtigen Arbeitgeber, welcher auch Ausbildungsplätze bietet“.

In den Aufsichtsrat der Bank wurden Tobias Schips und Sascha Gümbel für weitere drei Jahre einstimmig wiedergewählt. Wegen Erreichen der satzungsmäßigen Altersgrenze für dieses Amt schied Hildegard Rebmann nach 24 Jahren Zugehörigkeit aus diesem Aufsichtsorgan. „Als eine der ersten Banken in der Region wurde im Jahre 1994 hier eine Frau in das Aufsichtsgremium vorgeschlagen“, so in einem Rückblick der Vorstand. Auch Wirtschaftsprüfer Jürgen Albrecht vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband lobte dieses Engagement in diesem doch überwiegend von Männern besetzten Domizil. Er überreichte Hildegard Rebmann die silberne Ehrennadel samt Urkunde, die Bank revanchierte sich mit einem Reisegutschein.

Im Anschluss an die Versammlung spielte die Musikkapelle Reute-Gaisbeuren. Dabei überreichte Lothar Hanser dem Verein einen Scheck in Höhe von 1000 Euro für die Ausrichtung des überregionalen Tages der Bläserjugend in Reute.

Die wichtigsten Bilanzzahlen, Vorjahr in Klammer:

Bilanzsumme: 126,3 Millionen (117,3)

Kunden-Einlagen: 82,5 Millionen (77,2)

Kunden-Kredite: 104,8 Millionen (95,8)

Eigenkapital: 10,8 Millionen (10,1)

Gesamtkundenvolumen: 277 Millionen (245)

Jahresüberschuss: 303 000 Euro (357 000)

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