Verletzungsgeplagter SV Reute sucht seine Form

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 Der SV Reute (rechts Lars Stöckler gegen Haisterkirchs Torwart Sebastian Haibel) kommt in der Kreisliga A nicht in Schwung.
Der SV Reute (rechts Lars Stöckler gegen Haisterkirchs Torwart Sebastian Haibel) kommt in der Kreisliga A nicht in Schwung. (Foto: Rolf Schultes)
Maximilian Waibel

„Für uns gibt es keine schwachen Gegner mehr“, sagte Jens Rädel, Trainer des SV Reute, nach der 1:7-Niederlage gegen die SG Aulendorf am zweiten Spieltag. Damit sollte Rädel, der mit seiner Mannschaft in der vergangenen Saison bis zuletzt um den Aufstieg spielte, recht haben. Nach sechs Spieltagen steht der SVR mit nur vier Punkten im Tabellenkeller. Am vergangenen Sonntag setzte es nach einer über lange Zeit harmlosen Leistung gegen den formstarken SV Wolpertswende bereits die vierte Niederlage – in der gesamten Vorsaison verlor der SV Reute nur sechsmal.

Nach dem erwartet schwierigen Start gegen die Spitzenmannschaften Baienfurt und Aulendorf ließen die Reutener gegen Aufsteiger TSV Eschach II und im Derby gegen Haisterkirch erahnen, was möglich wäre mit einem vollständigen Kader. Daran konnte der SVR in den letzten beiden Partien aber nicht anknüpfen: Zwei Niederlagen gegen die SGM Waldburg/Grünkraut und den SV Wolpertswende warfen Reute wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. „Natürlich haben wir uns den Start ganz anders vorgestellt. Jedoch plagen uns derzeit einige Verletzungen wichtiger Stammspieler“, sagt Jens Rädel.

Große Probleme im Tor

Etwa Patrick Schneider: In der vergangenen Saison war er an 13 Toren direkt beteiligt. Auch in der Defensive mangelt es beim SVR: In Matthias Harfmann fehlt eine wichtige Stütze in der Hintermannschaft. Ebenfalls sehnsüchtig wartet man in Reute auf Jungspund Tobias Fink. Zwar bestritt dieser in der laufenden Saison erst ein Pflichtspiel (Bezirkspokal gegen SV Haisterkirch), machte aber in seiner letzten Saison in der A-Junioren-Bezirksstaffel mit 25 Toren in 13 Spielen auf sich aufmerksam. Derzeit kuriert der Youngster allerdings einen Bänderriss aus. Die letzte und wahrscheinlich größte Baustelle beim SV Reute ist aber seit dem Karriereende von Urgestein Heiko Leippert die Torhüterposition. Der eigentlich dafür vorgesehene Dan Zebergs fällt nach einer Operation auf Dauer aus. Marco Kuhn, der als Ersatz geholt wurde, ist derzeit beruflich verhindert, und auch A-Jugend-Torhüter Niko Hahn spielt aktuell nicht. Die momentane Lösung ist Jacob Schuhmacher, der vor dieser Saison erst in vier Kreisliga-A-Spielen für Reute im Kasten stand.

„Wir müssen mit dem, was wir haben, gemeinsam durch diese Misere gehen“, meint Rädel. Die Stimmung in der Mannschaft sei vor allem nach der Niederlage in Wolpertswende angespannt, aber nicht schlecht. „Man merkt teilweise die Verunsicherung im Spiel, es liegt aber an uns, die Zähne zusammenzubeißen, um diese Zeit zu überstehen.“ Mit Blick auf die Partie gegen den SV Vogt am Donnerstag (15 Uhr) schaut Rädel weniger auf den Gegner: „Wir müssen versuchen, dass wir die aktuell bestmögliche Leistung abrufen und sehen dann, was sie uns bringt.“

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