Stolperstart ins neue Jahr

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 Die Bad Waldseer Volleyballer um Lucas Romer (vorne) und Libero Pascal Eisele verloren das erste Pflichtspiel des neuen Jahres
Die Bad Waldseer Volleyballer um Lucas Romer (vorne) und Libero Pascal Eisele verloren das erste Pflichtspiel des neuen Jahres bei der SG MADS Ostalb mit 1:3. (Foto: Rolf Schultes)
Schwäbische Zeitung

Für die TG spielten: Axel Bloching, Pirmin Dewor, Pascal Eisele, Akos Hardi, Jan Herkommer, Tim Knaus, Lucas Romer, Ralf Sauerbrey, Simon Scheerer.

Einen holprigen Start ins neue Jahr haben die Regionalliga-Volleyballer der TG-Bad Waldsee erwischt. Im ersten Spiel nach der Winterpause verloren die Oberschwaben in Mutlangen gegen die Spieler der SG MADS Ostalb mit 1:3 (21:25, 24:26, 25:21, 13:25).

Es war schon vor dem Spiel klar, dass die Mannschaft von der Ostalb nach der Rückkehr von zwei Leistungsträgern wieder über einen kompletten Kader verfügen würde. Bei den Bad Waldseern, ohnehin schon mit einem kleinen Kader ausgestattet, gab es dagegen einen Ausfall. Simon Bergmann konnte verletzungsbedingt nicht mitfahren. Trotzdem waren die TG-Spieler um Trainerin Evi Müllerschön mit dem Ziel nach Mutlangen gefahren, möglichst viele Punkte mit nach Hause zu nehmen und den dritten Platz in der Regionalliga weiter zu sichern.

Doch schon der Start in den ersten Satz missglückte. Die Männer von der MADS Ostalb spielten von Anfang an aggressiv und kraftvoll. Bevor die Volleyballer aus Oberschwaben richtig ins Spiel fanden, stand es bereits 15:7 für die gegnerische Mannschaft. Durch eine Aufschlagserie von Ralf Sauerbrey kämpften sich die Bad Waldseer zwar auf 18:18 heran, verloren dann aber den Satz doch noch mit 21:25.

Satzball nicht genutzt

Der zweite Satz verlief von Anfang an ausgeglichener als der erste Durchgang. Keine Mannschaft konnte sich auf mehr als zwei Punkte absetzen. Beim Stand von 24:23 hatte Bad Waldsee sogar einen Satzball. Diesen konnten die TG-Spieler allerdings nicht verwandeln. Die SG MADS Ostalb hatte mit 26:24 das glücklichere Ende für sich. Die TG lag nun in den Sätzen mit 0:2 hinten.

Nur im dritten Satz knüpften die Bad Waldseer Spieler an ihre bisher gezeigten Leistungen in der laufenden Saison an. Zudem griff die taktische Maßnahme des Trainerteams Evi Müllerschön und Peer Auer. Die beiden Bad Waldseer Trainer ließen nun mit zwei Liberos im Wechsel spielen. Dabei ist ein Libero für die Annahme zuständig, wenn die gegnerische Mannschaft Aufschlag hat, der andere Libero verstärkt die eigene Abwehr bei eigenem Aufschlag. Von Anfang an führte die Waldseer Mannschaft im dritten Durchgang und entschied jetzt auch längere Ballwechsel für sich, was in den ersten beiden Sätzen nur selten der Fall war. Hauptpunktesammler Pirmin Devor war es in diesem Satz vorbehalten, den Satzball zum 25:20 zu verwandeln.

Im Lager der Oberschwaben wurde nun gehofft, dass beim Stand von 1:2 in den Sätzen die Wende kommen würde und dass sich die Waldseer in den Tiebreak retten könnten. Allerdings wurden Mannschaft, Trainer und Zuschauer eines Besseren belehrt. Zwei, drei Fehler auf Waldseer Seite führten dazu, dass die Spieler von der Ostalb schnell wieder auf die Siegerstraße kamen. Die Waldseer Mannschaft – die im bisherigen Saisonverlauf vor allem durch ihren Mannschaftsgeist und einen 100-prozentigen Einsatzwillen überzeugen konnte – war nicht in der Lage, sich gegen das aggressive, athletische und gute Spiel der Gastgeber zu stellen. Vielmehr ergaben sich die Bad Waldseer verhältnismäßig kampflos. Der vierte Satz wurde klar mit 13:25 verloren, die Partie ging damit mit 3:1 an die SG MADS Ostalb. Einigermaßen leichtfertig ließen die Oberschwaben einen Punkt oder mehr liegen.

Es war eine Niederlage, die noch mehr schmerzte, als die TG-Spieler die anderen Ergebnisse mitbekamen. Der Tabellenzweite USC Freiburg verlor in Karlsruhe mit 2:3, der Tabellenvierte Heidelberg-Rohrbach unterlag dem Spitzenreiter Ludwigsburg. Stuttgart II rückte durch den Sieg beim FT Freiburg II näher an die TG heran. Bad Waldsee steht aber nach wie vor auf dem dritten Platz.

Für die TG spielten: Axel Bloching, Pirmin Dewor, Pascal Eisele, Akos Hardi, Jan Herkommer, Tim Knaus, Lucas Romer, Ralf Sauerbrey, Simon Scheerer.

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