Sternsinger in Reute-Gaisbeuren unterwegs

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 Froher Erwartung starteten bei Schneetreiben (von links): Theresa Lott, Anna Nolte, Schwester Elisa, Elisa Schumacher und Anna
Froher Erwartung starteten bei Schneetreiben (von links): Theresa Lott, Anna Nolte, Schwester Elisa, Elisa Schumacher und Anna Lott. (Foto: Rudi Heilig)
Rudi Heilig

Bereits seit 19 Jahren sind Claudia Stehle und Reinhold Gut in der Kirchengemeinde Reute für die Sternsinger-Aktion verantwortlich. Bereits Mitte Dezember waren alle geplanten zehn Gruppen vollzählig.

Oft stellten sich die Eltern von Sternsingern als Begleiter zur Verfügung. Gerne übernahmen auch Schwester Elisa und Schwester Clara von den Reutener Franziskanerinnen jeweils eine Gruppe. Die meisten jungen Sternsinger sind schon seit Jahren mit dabei. So bringen es die 39 jungen Leute auf insgesamt 160 Jahre Sternsinger von Reute-Gaisbeuren. Mit acht Jahren ist Luisa Kupper jüngste Teilnehmerin, auch noch mit 18 Jahren dabei ist Isabelle Bierek.

Kälte und heftiges Schneetreiben vor allem am Samstag konnte der Begeisterung der Kindern und Jugendlichen nichts anhaben. Im Gegenteil, alle 15 Jungen und 24 Mädchen schlüpften voll Erwartung in die Königsgewänder. Schon Wochen vorher sichteten Rosmarie Frick und Fine Kessler die bunten Gewänder, die doch öfters noch auf die richtige Größe gebracht werden mussten. Beim Ankleiden am frühen Morgen halfen auch Marlies Grm, Monika Rehbein und Birgit Wolfgang. Wie in den Vorjahren kümmerte sich Uschi Gut um die Kronen. Sie freute sich, dass Heidrun Schumacher sie mit einer Anzahl neuer Kronen überraschte. Geschminkt wurden die jungen Könige von Franziska Hashemi und Hannah Stehle.

Die feierliche Aussendung fand dieses Jahr am Samstag in der vollbesetzten Marienkapelle des Klosters statt. Zur Freude der Schwestern zogen die Sternsinger mit Gesang ein. Kapuziner-Pater Richard hieß die jungen Leute willkommen. Er versprach, dass die Franziskanerinnen den so wertvollen karitativen Dienst der Drei-Königs-Sänger mit ihrem Gebet begleiten. Von Schwester Myria (sie war 23 Jahre als Missionarin in Brasilien im Einsatz) und Schwester Barbara (26 Jahre Mission in Indonesien) erfuhren die Sternsinger –sozusagen aus erster Hand – was mit dem gesammelten Geld bei den Projekten geschieht.

Nach Einzahlung auf das Konto des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ in Aachen gelangt ein großer Teil davon auf die eigenen Missionsstationen des Klosters Reute. Der Rest wird in der peruanischen Hauptstadt Lima Kindern mit Behinderung zuteil. Mit diesem Geld der Sternsinger sollen diese eine Chance auf Bildung und Ausbildung und somit auf ein selbstbestimmtes Leben erhalten.

Pater Richard erklärte die Segensbitte „C+M+B = Christus-Mansionem-Benedicat“ also „Christus segne dieses Haus“. Dieses dauerhafte Zeichen an der Türschwelle dokumentiert in der Gemeinde, dass in diesem Haus die Bewohner unter dem besonderen Schutz Gottes stehen.

Am Sonntag erfreuten die Sternsinger die Gottesdienstbesucher in der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul, Reute. Gespannt sind natürlich alle Akteure, ob die gespendeten Beträge das Vorjahresergebnis von 13 306 Euro erreichen oder gar übertreffen werden. Am Samstag waren bereits 7086 Euro in den Kassen.

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