Stadt lässt Flachdach der Schulturnhalle vom Schnee befreien

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 In luftiger Höhe befreiten die Helfer von Feuerwehr und städtischem Baubetriebshof am Freitag das große Flachdach der Waldseer
In luftiger Höhe befreiten die Helfer von Feuerwehr und städtischem Baubetriebshof am Freitag das große Flachdach der Waldseer Gymnasiumturnhalle von einem guten halben Meter Schnee. (Foto: Sabine Ziegler)
Freie Redakteurin

Zu einem solchen Einsatz werden Feuerwehr und städtischer Baubetriebshof nicht in jedem Winter gerufen: Am Freitag befreiten die Helfer in stundenlanger Arbeit das große Flachdach der Waldseer Gymnasiumturnhalle von einem guten halben Meter Schnee. Als „reine Vorsichtsmaßnahme“ bezeichnete Bürgermeister Roland Weinschenk diese Schneeräumaktion auf SZ-Anfrage. Und kurz vor Redaktionschluss stand fest, dass am Wochenende aus Sicherheitsgründen die Döchtbühlturnhalle für den Sportbetrieb gesperrt bleibt.

Zwar waren diese Bilder nicht ganz so spektakulär wie jene, die derzeit allabendlich vom Schneeräumen in den bayerischen Krisengebieten gesendet werden. Aber Kraft und Ausdauer waren auch im Bildungszentrum Döchtbühl vonnöten, um das Flachdach der Sporthalle beim Gymnasium von der schweren Schneelast zu befreien. „Also so gute 50 Zentimeter lagen da heute morgen schon drauf“, weiß Feuerwehrmann Klaus Haidorf, der der SZ-Berichterstatterin mit Hilfe der Drehleiter auf das Gebäude half. „Im Korb haben wir auch unsere Männer, die Schneefräsen und Räumgeräte hinauftransportiert, weil es keine andere Möglichkeit gab, auf’s Dach zu kommen“, berichtet Haidorf.

Um die Mittagszeit war bereits erkennbar, dass die Helfer vorankommen und dass das Dach damit auch wieder bereit ist für die Aufnahme weiterer Schneemengen, die ab Sonntagabend angekündigt sind. „Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme seitens der Stadt, die vorerst nur die Räumung dieses einen Hallendachs betrifft und die keinerlei Auswirkungen hat auf den Betrieb in der Turnhalle selbst“, begründete Weinschenk gegenüber der SZ die Aktion.

Um Probleme zu vermeiden, die schwere Schneemassen auf Flachdächern auslösen können, habe die Stadtverwaltung eine „statische Berechnung“ betroffener Gebäude im Eigentum der Stadt in Auftrag gegeben. „Und im Ergebnis dessen lassen wir akut nur dieses Hallendach räumen, um sicherzugehen“, so das Stadtoberhaupt dazu.

Kurz vor Redaktionsschluss am Freitag informierte Weinschenk die SZ dann darüber, dass aus Sicherheitsgründen die Döchtbühlturnhalle (Baujahr 1963) „kurzfristig über das gesamte Wochenende für den Sportbetrieb gesperrt wird, um auch hier nichts zu riskieren“. Am Montag werde das städtische Bauamt dann entscheiden, ob dieses Flachdach ebenfalls vom Schnee geräumt werden muss.

Bleibt also abzuwarten, wie sich das angekündigte Tauwetter am Sonntag mit nachkommendem Regen und späterem Schneefall weiter auswirken wird auf die Flachdächer der öffentlichen Gebäude. Weinschenk: „Wir haben das alles im Blick und notfalls wird weiter geräumt, um die Statik der Bauten nicht zu gefährden.“

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