Stadt Bad Waldsee beschäftigt 41 Menschen mit Schwerbehinderung

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 Die Stadt Bad Waldsee beschäftigt aktuell 41 schwerbehinderte Menschen. Seit Jahren erfüllt die Verwaltung die gesetzlich geset
Die Stadt Bad Waldsee beschäftigt aktuell 41 schwerbehinderte Menschen. Seit Jahren erfüllt die Verwaltung die gesetzlich gesetzlich vorgeschriebene Quote. (Foto: dpa/Stefan Puchner)

Zum Jahresende 2017 lebten nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Dies waren nach Angaben des Amts rund 151 000 Menschen oder und damit zwei Prozent mehr als am Jahresende 2015. Als schwerbehindert gelten Personen, denen die Versorgungsämter einen Grad der Behinderung von mindestens 50 zuerkannt sowie einen gültigen Ausweis ausgehändigt haben.

Arbeitgeber, die über jahresdurchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätze verfügen, haben auf wenigstens fünf Prozent der Arbeitsplätze Schwerbehinderte zu beschäftigen. Diese Reform des Sozialgesetzbuchs trat am 1. Januar 2018 in Kraft. Schwerbehinderte Frauen seien dabei besonders zu berücksichtigen. (sz)

Im Rollstuhl oder nach schwerer Krankheit eingeschränkt: Die Stadt Bad Waldsee erfüllt seit mehreren Jahren die geforderte Schwerbehindertenquote – im Gegensatz zum Land Baden-Württemberg. Zuletzt lag sie in der Kurstadt im Jahr 2018 bei 6,0 Prozent und damit deutlich über den geforderten fünf Prozent, wie die Stadtverwaltung mitteilte. 41 Schwerbehinderte sind aktuell bei der Stadt und den Städtischen Rehakliniken beschäftigt.

Wie kürzlich bekannt wurde, hatte das Land Baden-Württemberg 2017 zu wenig Schwerbehinderte beschäftigt und musste deshalb nach Angaben des Sozialministeriums eine sogenannte Ausgleichsabgabe in Höhe von rund 1,18 Millionen Euro an das Integrationsamt beim Kommunalverband bezahlen. Vorbildlicher agiert die Stadt Bad Waldsee, die in den vergangenen Jahren stets den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil an Schwerbehinderten in der Belegschaft erfüllt hat: 2017 lag er bei 6,19 Prozent, 2016 bei 6,58 Prozent, 2015 bei 6,70 Prozent, 2014 bei 6,34 Prozent und 2014 bei 6,81.

Eine Ausgleichsabgabe für das Nichteinhalten der Quote musste nach Angaben der Verwaltung daher noch nicht gezahlt werden. „Wir halten die gesetzliche Regelung grundsätzlich für angebracht, da sie die Inklusion und Integration schwerbehinderter Menschen unterstützt und fördert. Insbesondere sehen wir hierbei gerade den öffentlichen Dienst und die öffentlichen Einrichtungen besonders in der Pflicht“, teilt die Stadt Bad Waldsee auf Anfrage mit.

Die Arbeitsplätze der Menschen mit Schwerbehinderung befinden sich nach Angaben der Verwaltung in allen Bereichen der städtischen Einrichtungen und Betriebe – sei es innerhalb der Verwaltung, bei den Städtischen Rehakliniken, im Alten- und Pflegeheim „Spital zum Heiligen Geist“, bei der Kläranlage, in den Kindergärten oder beim Baubetriebshof. Die Mitarbeiter haben laut Stadt unterschiedliche Einschränkungen. Manche sitzen im Rollstuhl, andere sind gehbehindert oder auf andere Weise in ihrer Bewegung eingeschränkt. Neben Mitarbeitern mit körperlichen Erkrankungen gibt es auch Angestellte mit geistigen Einschränkungen. Einen Schwerbehindertenausweis erhalten teilweise auch Menschen, die an Krebs erkrankt sind und nach ihrer Behandlung wieder auf den bisherigen Arbeitsplatz zurückkehren.

Wie die Verwaltung mitteilt, gibt es bei der Stadtverwaltung Bad Waldsee eine von den schwerbehinderten Mitarbeitern gewählte Schwerbehindertenvertretung, die die Interessen der Schwerbehinderten beim Arbeitgeber vertrete. Zudem finde eine jährliche Schwerbehindertenversammlung während der Arbeitszeit statt. In einigen Städtischen Betrieben gebe es eine Integrationsvereinbarung für schwerbehinderte Menschen mit dem Personalrat. Es würden darüber hinaus nicht nur die gesetzlich geforderten Maßnahmen umgesetzt, sondern in Zusammenarbeit mit der Schwerbehindertenvertretung, dem Personalrat und der Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie dem betriebsärztlichen Dienst weitere geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation schwerbehinderter Mitarbeiter geprüft und umgesetzt, teilt die Stadt weiter mit. Das geschehe teilweise auch mit Unterstützung des Integrationsamts.

Zum Jahresende 2017 lebten nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Dies waren nach Angaben des Amts rund 151 000 Menschen oder und damit zwei Prozent mehr als am Jahresende 2015. Als schwerbehindert gelten Personen, denen die Versorgungsämter einen Grad der Behinderung von mindestens 50 zuerkannt sowie einen gültigen Ausweis ausgehändigt haben.

Arbeitgeber, die über jahresdurchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätze verfügen, haben auf wenigstens fünf Prozent der Arbeitsplätze Schwerbehinderte zu beschäftigen. Diese Reform des Sozialgesetzbuchs trat am 1. Januar 2018 in Kraft. Schwerbehinderte Frauen seien dabei besonders zu berücksichtigen. (sz)

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