St. Elisabeth-Stiftung schließt Tagespflegestätten für Senioren

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 Die St.-Elisabeth-Stiftung muss ihre Angebote zur Tagespflege älterer Menschen in den Wohnparks vorerst einstellen
Die St.-Elisabeth-Stiftung muss ihre Angebote zur Tagespflege älterer Menschen in den Wohnparks vorerst einstellen (Foto: dpa/Angelika Warmuth)
Schwäbische Zeitung

Die St.-Elisabeth-Stiftung muss ihre Angebote zur Tagespflege älterer Menschen in den Wohnparks vorerst einstellen. Eine neue Verordnung ordnet bis auf Weiteres die Schließung an. Betroffen sind Angebote in Altshausen, Aulendorf (Wohnpark St. Vinzenz), Bad Waldsee (Wohnpark am Schloss), Biberach, Blitzenreute, Ehingen, Meckenbeuren und Schemmerhofen. Das teilt die St.-Elisabeth-Stiftung mit.

„Mit der (...) Verordnung des Sozialministeriums wurde uns die schmerzliche Entscheidung abgenommen“, so Annette Köpfler, Leiterin des Geschäftsbereiches Altenhilfe. „Natürlich war uns schon in den letzten Tagen bewusst, dass es nicht konsequent ist, ein Besuchsverbot zu erlassen und gleichzeitig ältere pflegebedürftige Menschen, die noch außerhalb im eigenen Zuhause leben, tagsüber in unseren Wohnparks zu betreuen. Gleichzeitig ist es insbesondere für viele Familien, die bereits von der Schulschließung betroffen sind, eine Herkulesaufgabe, nun noch die Pflege der älteren Angehörigen zu stemmen.“

Es gibt Ausnahmeregelungen

Auch hier gibt es laut Mitteilung Ausnahmeregelungen, wenn alle zur Pflege zur Verfügung stehenden Angehörigen selbst in systemrelevanten Berufen gebraucht werden. „Wir prüfen gerade den Bedarf und möchten in Aulendorf eine zentrale Notbetreuung für ältere Menschen mit Pflegebedarf einrichten. Auch mit anderen Anbietern sind wir im Gespräch, um den Bedarf wohnortnah zu bündeln und sich gegenseitig zu helfen.“

Annette Köpfler bittet um Verständnis für alle Maßnahmen zum Schutz besonders gefährdeter älterer Menschen: „Wir danken allen Angehörigen, die in dieser Zeit mit liebevollen Carepaketen und Briefpost das Besuchsverbot in unseren Wohnparks überbrücken.“ Leider gebe es auch Menschen, die sich mit der Regelung schwer tun. Hier der dringende Appell: „Wir sorgen mit allerhöchsten Vorsichtsmaßnehmen dafür, dass unsere Pflegeteams sich bestmöglich um die Menschen in unseren Wohnparks kümmern können und wir mit aller Kraft Infektionen vermeiden. Auch bei uns gilt: Wir bleiben in der Pflege, bitte bleiben Sie zu Hause“, heißt es abschließend in der Mitteilung.

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