So wollen die Bürgermeisterbewerber den Umgang mit den Bürgern verbessern

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 Die Kandidaten erläutern, wie sie den Bürgerdialog angehen wollen.
Die Kandidaten erläutern, wie sie den Bürgerdialog angehen wollen. (Foto: Wolfgang Heyer)
Schwäbische Zeitung

Die „Schwäbische Zeitung“ hat den Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 26. Januar Fragen über unterschiedliche Themengebiete der Stadt Bad Waldsee zukommen lassen und sie um Beantwortung in maximal 40 Zeilen gebeten. Heute: Im Vorfeld war häufig zu hören, dass die Kandidaten als Bürgermeister einen anderen Umgang mit den Bürgern pflegen wollen. Wie würde das bei Ihnen konkret aussehen? Die Reihenfolge der Bewerber ergibt sich aus der Reihenfolge auf den Stimmzetteln.

German Finster

Mehr Transparenz, mehr Informationen.

Peter Hellstern

Wie dieser Dialog im Endeffekt zustande kommen wird – zum Beispiel durch Sprech-/Präsenzzeiten außerhalb des Rathauses, also vor Ort – ist grundsätzlich erst einmal nebensächlich, Hauptsache er findet statt.

Simon Weißenbach

Für mich steht der Bürger im Mittelpunkt und ich nehme mir die Zeit für jeden einzelnen Bürger (vor Ort). Mir ist es wichtig, beidseitiges Interesse zu erkunden. Jeder Mensch hat einen anderen Blickwinkel und sieht es mit anderen Augen. Viele Bürger haben tolle Ideen, unterschiedliche Wünsche oder möchten einfach ihr Anliegen aus ihrer Sicht schildern. Diese nehme ich mit Respekt entgegen, höre jeden genau zu, frage wo der Schuh drückt? Was ich für ihn tun kann? Lasse die vielfältigen Ideen zur mir, und rede darüber, damit wir gemeinsam auf eine Lösung kommen. Mein Anliegen: Zuhören, verstehen, Ideen der Bürger und Ihre Meinung respektieren. Kommunikation zur Bürgerorientierung ermöglichen ist mir persönlich sehr wichtig. Die Mitwirkung der Bürger und bürgerschaftliches Engagement hat für mich einen hohen Stellenwert. Durch die Verschiedensten Interessen, werde ich den Durchschnitt ermitteln, und gemeinsam mit den Verantwortungsträgern erarbeiten.

Matthias Henne

Jeder Mensch hat eine eigene Persönlichkeit und einen eigenen Umgang mit anderen Menschen. Meine Offenheit, mein Interesse an Menschen, ihrer Geschichte und ihren Themen und meine Bodenständigkeit, sind für meinen Beruf als Bürgermeister sehr wertvolle Eigenschaften. Ob Veranstaltungen, Feste, Vereinssitzungen; ich bin immer gerne dabei. Mein ehemaliger Biologielehrer, Winfried Kretschmann würde sagen:” Der Henne, des ischt an leutseliger Mensch,” und das trifft es ganz genau. Auch in meiner aktuellen Tätigkeit habe ich das Ohr an den Menschen, nehme Ihre Anliegen und Belange ernst und schätze jeden Bürger als Teil einer Ortsgemeinschaft. Dies will ich auch in Bad Waldsee weiter pflegen: ein harmonisches Miteinander in der Bürgerschaft und in der Verwaltung. Denn die Arbeitsatmosphäre innerhalb der Verwaltung überträgt sich auch auf die Bürgerschaft.

Bernhard Schultes

Wer Menschen erreichen will, muss sie mitnehmen, hinhören, mit ihnen auf Augenhöhe und offen kommunizieren. Das gilt aus Sicht des Bürgermeisters gleichermaßen für die Bürgerschaft wie für den Gemeinderat. Ich stehe für eine ernsthafte Bürgerbeteiligung von Anfang an. Wenn sich Menschen erst über Bürgerinitiativen organisieren müssen, um Gehör zu finden, ist das für mich kein gutes Zeichen. Ich will früher mit den Menschen sprechen, wenn sie von Vorhaben betroffen sind und sie frühzeitig in Entscheidungsprozesse einbinden. Und wenn Unterschriftensammlungen erfolgt sind, müssen die Initiatoren zeitnah gehört werden. Die Stimmung wird nicht besser, wenn man sie hinhält. Bürgerbeteiligung ist für mich keine einmalige Veranstaltung, Sie ist ein fortlaufender Prozess. Die Kommunikation zu langfristigen Vorhaben werde ich verbessern. Ich stelle mir schon lange eine Infotafel an der Bleiche vor, auf der der Baufortschritt nachvollziehbar beschrieben wird. Schließlich will ich die Möglichkeiten des Internets nutzen, damit Bewohner aller Wohnplätze rund um die Uhr Ideen austauschen und Probleme melden können. Noch ein praktischer Ansatz: Ein jährlicher Bürgerempfang bietet die große Chance, alle in der Stadt Aktiven zusammenzubringen und sie auf die anstehenden Themen einzustimmen. Ich kenne solche Veranstaltungen aus vielen Städten und Gemeinden. Die Resonanz ist generell positiv.

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