So bewerten die Bürgermeisterbewerber die Hallensituation für Sportler in Bad Waldsee

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 Die Kandidaten erläutern, wie sie die Hallensituation in Bad Waldsee bewerten.
Die Kandidaten erläutern, wie sie die Hallensituation in Bad Waldsee bewerten. (Foto: Wolfgang Heyer)
Schwäbische Zeitung

Die „Schwäbische Zeitung“ hat den Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 26. Januar Fragen über unterschiedliche Themengebiete der Stadt Bad Waldsee zukommen lassen und sie um Beantwortung in maximal 40 Zeilen gebeten. Heute: Die Hallenkapazitäten für Sportler in Bad Waldsee sind nicht ausreichend. Wie sehen Ihre konkreten Verbesserungsvorschläge aus? Die Reihenfolge der Bewerber ergibt sich aus der Reihenfolge auf den Stimmzetteln.

German Finster

Mehr Einnahmen der Stadt durch Marketing, dann mehr Kapazitäten.

Peter Hellstern

Das Problem im Bezug auf den Hallenplatz ist fast überall zu finden. Hier muss ein Konzept im Team erarbeitet werden. Dazu bedarf es aber auch Einblicke in den aktuellen Stand und der bisherigen Bemühungen. Ob hier Zusammenlegung, Ausweichkapazitäten oder einerhaushaltsplanmäßig vorgesehene Kapazitätenausweitung als Abhilfe möglich ist, muss erörtert werden. Definitiv ist das zum Beispiel ein Punkt, den man nicht vergessen und verdrängen darf.

Simon Weißenbach

Konkret gesagt, Planung einer großen Sporthalle. Da die Kosten als Kernbereich jeder Planung bevorsteht und diverse Hallentypen (Einfeld, Zweifeld, Dreifeldhalle) konkret entschieden werden muss und zusätzliche Kosten für die Sporthallenausstattung (Sportgeräte, Sportboden, Trennvorhänge) dazukommen, muss das ganze in den kommenden Jahren geplant werden.

Matthias Henne

Im Vorfeld habe ich mit dem Sprecher der Schulleiter und mit Vertretern der sportaktiven Vereine gesprochen. Die Situation ist wirklich belastend. Nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Umgebung und den Verkehr. Zusätzliche Busse müssen derzeit eingesetzt werden, um Schüler aus der Innenstadt zur Durlesbach-Halle nach Reute zu fahren. Hier gilt es kurzfristig eine pragmatische Lösung zu erarbeiten. Ein Anbau an die bestehende Halle am Schulzentrum wäre denkbar. Mittelfristig muss der Sportentwicklungsplan umgesetzt werden. Hier würde ich alle beteiligten Akteure einladen, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten und die Umsetzung und Realisierung zu beschleunigen.

Bernhard Schultes

Sowohl im Schul- als auch im Vereinssport besteht inzwischen ein Defizit an städtischen Sporthallen. Als erstes – und da möchte ich nicht auf die Ergebnisse des Schulentwicklungsplans warten - gilt es zu ermitteln, ob eine zeitlich und finanziell günstige Erweiterung der Gymnasiumsporthalle möglich ist. Für den Bau eines Kunstrasenplatzes an der Lortzingstraße, mit dem besonders im Winter Hallenkapazität frei würde, ist derzeit ein Lärmgutachten in Arbeit. Positiv an dem zeitlichen Verzug ist, dass wir dadurch die Umweltschutzbedenken aufgrund von Kunststoffgranulat noch rechtzeitig berücksichtigen können. Zusammen mit vielen Vereinen und Schulvertretern wurde ein Sportentwicklungsplan erarbeitet, dessen Empfehlungen ich sehr ernst nehme und den ich schrittweise abarbeiten möchte. Auch wenn die Entwicklung eines Sportzentrums noch mehrere Jahre benötigen wird, werde ich so schnell wie möglich in die Planung einsteigen und zusammen mit dem Gemeinderat Lösungsvorschläge besprechen. Mir ist jedoch wichtig, dass bei der Hallendiskussion auch die Belange von Vereinen aus den Bereichen Kunst, Kultur und Soziales nicht in Vergessenheit geraten. In diesem Zusammenhang gilt es zu überlegen, ob und wie in einem „Haus der Vereine“ Räume sowohl für kleinere Sportgruppen als auch zum Beispiel als Proberäume nutzbar wären.

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