Seniorenfasnet mit Wiener Opernball und Heurigen-Stammtisch

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 Gekonnt drehten sich die Tanzpaare zur Walzermusik des Duos Udo und Eva Meier-Böhme beim Wiener Opernball
Gekonnt drehten sich die Tanzpaare zur Walzermusik des Duos Udo und Eva Meier-Böhme beim Wiener Opernball (Foto: Rudi Heilig)
Schwäbische Zeitung

Hochstimmung herrschte am Mittwoch bei der Seniorenfasnet im Gemeindehaus der katholischen Kirchengemeinde. Schon geraume Zeit vor Beginn gab es einen Ansturm auf die besten Plätze. Eingeladen dazu hatte, wie in den Vorjahren, der „Offene Seniorentreff“ Bad Waldsee, eine Einrichtung beider Kirchengemeinden. Mit eleganten Melodien auf seiner Drehorgel unterhielt Olaf Kraus die etwa 200 Gäste bis zur Programmeröffnung. Neben den Pfarrern Stefan Werner und Josef Mattes mischten sich auch zahlreiche Verantwortliche der kirchlichen Einrichtungen unter die Gäste. Die Stadtverwaltung repräsentierten Margit Geiger und Alfred Maucher. Der Stadtseniorenrat war mit seinem Vorsitzenden Helmut Brecht vertreten.

Zu den Klängen des Waldseer Narrenmarsches, gespielt vom Duo Udo und Eva Meier-Böhme, animierte Lydia Ettenhofer als Clown die Gäste zum Mitsingen und Klatschen. Uschi Hirsch und Claudia Frick stellten in der Begrüßung das aktuelle Motto vor: „Als Waldsee noch bei Österreich war, das war schon vor zweihundert Jahr“. Geführt von Dorothee Bertrand betrat eine Kinderprinzengarde aus dem Königstal die Bühne. Mit dem Radetzky-Marsch erzielten die jungen Tanzprofis großen Beifall. Was wäre eine Seniorenfasnet in Bad Waldsee ohne den über 90-jährigen „Wauste“ (Ernst Wiest). Zusammen mit Barbara Wirth sang er sich mit dem Wienerlied „Dunkelrote Rosen“ mit Hingabe besonders in die Herzen der Damen. Wohlausgewählt verschenkte er anschließend seinen „Herzdamen“ im Saal rote Rosen. Den Jodler „Hätt i di, hob i di“ gab es anschließend als Zugabe.

Als Austrias Almkönigin stieg Marga Oberhofer in die Bütt. Natürlich hatte sie die Bürgermeisterwahl im Fokus: „Wird ein neuer Bürgermeister gewählt, werden nur fünf Männer auf der Liste gezählt. Sogar am Sonntag in der Kirch‘ waren manche präsent. Ein Schelm, wer dabei etwas Böses denkt. Des Städtle war wie ein aufgescheuchter Hühnerstall. Es gab nur noch ein Thema überall. Einen Bürger habe ich gefragt, ob er mir seine Entscheidung nenne. Ja, hat er gesagt: ‚Ich heiße Gockel und bin für Henne‘. Und wohl der Stadt, die künftig einen Henne zum Schultes hat“. Bei Sketschen von Lydia Ettenhofer und Franz Menig sowie auch Uschi Hirsch und Udo Meier-Böhme wurden die Lachmuskeln strapaziert. Viktoria Ullrich gab Gereimtes zum Besten, dabei verwandelte sie sich von der Nobel-Dame zu einem Wiener Dirndl.

Pfarrer Stefan Werner ist immer für eine Überraschung gut. „Mei, isch der schö“, mit diesem Kompliment stellte ihn Claudia Frick als „österreichisches Tanzmariechen“ vor. Tosender Applaus galt dieser besonders eleganten und graziösen „Show“ des Hausherrn. Im Anschluss schnallte der Pfarrer sein Akkordeon zu einer Schunkelrunde um. Beim „Heurigen-Stammtisch“ hatten die Akteure: Josef und Marianne Schmid, Claudia Frick, Uschi Hirsch, Udo Meier-Böhme, Franz Menig und Ernst Wiest viel zu Erzählen. Dabei konnten auch alle als perfekte Witze-Erzähler punkten.

„Wiener Opernball“ stand am Schluss des dreistündigen Programms auf der Ankündigung. Und so betraten, begleitet von zauberhaften Walzerklängen des Duos Meier-Böhme, sechs illustre Tanzpaare die Bühne. Nach dieser traumhaften Glanznummer drehten viele Besucher im Saal gerne weitere Tanzrunden.

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