Schaler Beigeschmack

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Schaler Beigeschmack
Schaler Beigeschmack (Foto: Roland Rasemann)

Jetzt ist Schluss: Die Stadt Bad Waldsee hat mit den Gemeinderatsfraktionen eine eindeutige Position bezogen und sich gegen ein finanziell unvorhersehbares Risiko entschieden. Und das ist richtig so.

Dass Bürgermeister Weinschenk von seiner eigenen Kreistagsfraktion übergangen wurde ist der erste Tiefschlag gewesen. Dazu kommt der Eindruck, dass die CDU mit ihrem Antrag eine geschickte Möglichkeit gefunden hat, die Planungsgesellschaft durch die Hintertüre zu verhindern (wohl ahnend, dass Waldsee da nicht mitmachen wird), ohne sich selbst die Hände schmutzig zu machen. Das hinterlässt einen schalen Beigeschmack. Kurios zudem, dass der Antrag wohl genau deshalb ausgerechnet auch mit Stimmen der Gesellschaftsgegner aus SPD- und Grünenfraktionen eine Mehrheit fand. Es ist eine logische Konsequenz, dass sich Waldsees Verantwortliche nicht an diesem „Schwarzen-Peter-Spiel“ beteiligen wollen. Zumal zwei Millionen Euro bereits ein starkes Signal der Kurstadt pro Planungsgesellschaft waren.

k.kiesel@schwaebische.de

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