Sanitäter können Einsätze nun abrechnen

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 Bei einem Notfall arbeitet das Deutsche Rote Kreuz eng mit der Feuerwehr zusammen.
Bei einem Notfall arbeitet das Deutsche Rote Kreuz eng mit der Feuerwehr zusammen. (Foto: Thomas Warnack)
Redaktionsleiter

Ehrenamtliche Sanitäter kümmern sich bei Feuerwehreinsätzen immer wieder um Feuerwehrleute. Sei es bei Verletzungen oder zur Absicherung der Einsatzkräfte mit Atemschutz oder schlicht, um die Feuerwehrangehörigen bei lang andauernden Einsätzen zu verpflegen. Bislang konnten die Hilfsorganisationen – wie Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter und Malteser – ihre Kosten und auch ihren Verdienstausfall nicht abrechnen. Das ändert sich nun.

Das Innenministerium hat das Feuerwehrgesetz geändert und damit ehrenamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie der Hilfsorganisationen gleichgestellt. Sofern der Einsatz der Rettungsdienstler von der Feuerwehr oder dem Bürgermeister angefordert wurde, haben die ehrenamtlichen Mitglieder der Hilfsorganisationen einen Rechtsanspruch auf Erstattung ihres Verdienstausfalls. Die Stadt Bad Waldsee vergütet den Hilfskräften zwölf Euro pro Stunde und damit den gleichen Betrag, der auch in der Feuerwehr-Entschädigungssatzung vereinbart wurde.

15 abrechenbare Einsätze

Nach Durchsicht der Einsatzberichte der vergangenen Jahre sowie Erfahrungswerten von Feuerwehrkommandant Alois Burkhardt geht die Stadt davon aus, dass die Rettungsdienstmitarbeiter jährlich rund 15 abrechenbare Einsätze absolvieren. Und so veranschlagen die Stadtverantwortlichen insgesamt 7200 Euro für die Einsatzvergütung der sanitätsdienstlichen Absicherung der Feuerwehrangehörigen und berücksichtigen diesen Betrag in der nächsten Haushaltsplanung. Der Ausschuss für Umwelt und Technik befürwortete dieses Vorgehen einstimmig.

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