Retter bekommen Infos aus dem Kühlschrank

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Stadtseniorenrat und Stadtverwaltung halten viel von der „Notfalldose“ (von links): Erich Zaiser (Stadtseniorenrat), Michaela B
Stadtseniorenrat und Stadtverwaltung halten viel von der „Notfalldose“ (von links): Erich Zaiser (Stadtseniorenrat), Michaela Beddig (Stadtverwaltung), Herbert Ploil, Marianne Ploil, Franz Bendel und Helmut Brecht (alle Stadtseniorenrat). (Foto: Brigtte Göppel)
Schwäbische Zeitung

Der Stadtseniorenrat will sowohl für seine Mitglieder als auch für die Bad Waldseer Informationen mittels einer sogenannten Notfalldose für Notärzte und Sanitäter besser zugänglich machen – nach der Devise „Alle wichtigen Informationen für Ihre Retter“.

Immer mehr Menschen haben laut städtischer Pressemitteilung zu Hause Notfall- und Impfpässe, Medikamentenpläne, Patientenverfügungen oder Ähnliches. Doch sei es für Rettungskräfte in der Eile meist unmöglich herauszufinden, wo in der Wohnung diese Notfalldaten aufbewahrt werden. Die Lösung stehe im Kühlschrank: Notfallinformationen kommen in die Notfalldose und werden in die Kühlschranktür gestellt. Nun hätten sie einen festen Ort und könnten in jedem Haushalt einfach und schnell gefunden werden. Sind die Retter eingetroffen und sehen auf der Innenseite der Wohnungstür sowie auf dem Kühlschrank den grünen Aufkleber mit dem Stichwort „Notfalldose“, könnten sie diese rasch entnehmen. Ohne wertvolle Zeit zu verlieren, stünden aktuelle und notfallrelevante Informationen zur Verfügung.

Die Notfalldose ist eine einfache Vorsorge, günstig und effektiv und kann mitunter Leben retten, teilt die Stadt mit. Denn im Notfall zählt oft jede Sekunde. Erhältlich ist die Dose zum Preis von 2,50 Euro im Bürgerbüro der Stadt Bad Waldsee und bei den Ortschaftsverwaltungen.

Um Verwechslungen zu vermeiden, müsse für jede Person in einem Haushalt eine separate Dose verwendet werden, die deutlich mit Vor- und Zunamen zu beschriften sei. Um ganz sicher zu gehen, wird empfohlen, das Notfall-Infoblatt mit einem Passbild an der vorgegebenen Stelle zu versehen.

Auf dem Infoblatt werden verschiedene freiwillige Angaben erfasst – zum Beispiel persönliche Daten, Allergien, Unverträglichkeiten, Krankheiten, Arzneitherapien, Impfungen, Diagnosen, operative Eingriffe, Medikamenteneinnahme. Aber auch Angaben zu Patientenverfügung, Pflegedienst, Organspendeausweis oder Haustieren könnten darauf notiert werden.

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